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K atomgetriebenes Kriegsschiffgentechn. veränderte KörperzellenKonklaveKaiserschnitt
gewerblich betriebenes KernkraftwerkKindergartenKernspaltungKunstherz Implantation
  Kryostase
 

18. Juli 1216

Das erste Konklave in der Kirchengeschichte findet nach dem Tod von Papst Innozenz III. in Perugia statt, wobei Camerlengo Cencio Savelli innerhalb von 2 Tagen gewählt und am 24. Juli 1216 als Papst Honorius III. inthronisiert wird. Das Wort Konklave ist lateinischen Ursprungs von con claudere, gemeinsam einschließen. Es bezeichnet sowohl den abgeschlossenen Raum, in dem die Papstwahl stattfindet, als auch die Zusammenkunft der wahlberechtigten Kardinäle selbst. Die Wähler werden so lange von der Außenwelt abgeschottet, bis sie sich auf einen Kandidaten geeinigt haben. Die strenge Abschließung – ursprünglich auch dazu gedacht, die Kardinäle zu einer möglichst raschen Entscheidung zu drängen – dient heute dazu, mögliche äußere Einflussnahmen auf das Konklave zu verhindern. Die Wahlgänge finden nach einem genau festgelegten Zeremoniell statt: am ersten Tag nur einer, danach gewöhnlich je zwei vormittags und zwei nachmittags. Jeder Kardinal ist angehalten, den Namen des von ihm favorisierten Kandidaten mit möglichst verstellter jedoch deutlich lesbarer Schrift auf einen Zettel zu schreiben. Doppelt gefaltet haben diese nur noch eine Größe von etwa 2 mal 2 Zentimetern. Jeder Wahlzettel trägt die Aufschrift „Eligo in Summum Pontificem“ (Ich wähle zum Höchsten Pontifex/ Bischof, d. h. zum Papst.). Jeder Kardinal tritt an den Altar, hält den Wahlzettel für alle deutlich sichtbar in die Höhe und schwört: „Testor Christum Dominum, qui me iudicaturus est, me eum eligere, quem secundum Deum iudico eligi debere“ („Ich rufe Christus, der mein Richter sein wird, zum Zeugen an, dass ich gewählt habe, von dem ich glaube, dass er nach Gottes Willen gewählt werden sollte.“) Nachdem der Wahlzettel in die Urne gesteckt wurde (deren Größe der Öffnungen im übrigen die Abgabe zweier Zettel beinahe ausschließt), wird die Urne von einem von drei Wahlhelfern verschlossen und geschüttelt, um die Stimmzettel zu durchmischen. Jeder der drei Wahlhelfer notiert den Namen des gewählten Kandidaten bei der Auszählung separat auf einem Zettel. Die Wahl ist nur gültig, wenn sowohl Anzahl der Stimmzettel mit der Zahl der an der Wahl beteiligten Kardinäle übereinstimmt, als auch die individuelle Auszählung der drei Wahlhelfer dasselbe Resultat ergibt. Die Wahlzettel eines ergebnislosen Wahlgangs werden nach alter Tradition mit nassem Stroh unter Beigabe von Öl oder Pech verbrannt, so dass der von außen sichtbare Rauch schwarz ist. War die Wahl erfolgreich, werden die Stimmzettel mit trockenem Stroh verbrannt, so dass weißer Rauch aufsteigt und den Wartenden die Wahl eines neuen Papstes signalisiert. Heute dient die Sixtinische Kapelle im Vatikan als Sitzungsort des Konklaves.

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14. Juli 1959 - das erste atomgetriebene Kriegsschiff

Mit der USS Long Beach lief das erste atomgetriebene Kriegsschiff von der Werft in Quincy, Massachusetts aus. Der mit zwei Nuklearreaktoren bestückte Kreuzer erreichte eine Geschwindigkeit von rund 30 Knoten und war unter anderem mit zwei Tomahawk Cruise Missiles ausgerüstet. Das Schiff mit einer Besatzung von 1000 Soldaten und 80 Offizieren wurde 1961 in den Dienst gestellt und 1995 ausgemustert. Die USS Long Beach galt als taktische Waffe der amerikanischen Flotte und hatte den Vorteil, dass sie aufgrund ihres nuklearen Antriebssystems im Gegensatz zu herkömmlichen Schiffen zeitlich praktisch unbegrenzt einsatzfähig war.

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1991 - gentechnisch veränderte Körperzellen eingesetzt

Im Nationalen Gesundheitsinstitut von Bethesda im US-Bundestaat Maryland wurden 1991 zum ersten Mal gentechnisch veränderte Körperzellen zur Bekämpfung von Krebs beim Menschen eingesetzt. Der Arzt Steven Rosenberg veränderte die Erbinformation von weissen Blutkörperchen dahingehend, daß sie Krebszellen zerstören.

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 27. Juni 1954 - gewerblich betriebenes Kernkraftwerk

27. Juni - Das nahe Moskau gelegene Kernkraftwerk Obninsk, das erste kommerzielle Kernkraftwerk der Welt, beginnt mit dem Einspeisen von Strom in das sowjetische Stromnetz. Der Reaktor hatte eine Bruttoleistung von 6 MW. Die Nettoleistung betrug 5 MW, die thermische Leistung 30 MW. Es handelte sich um einen Prototyp, der Graphit und Wasser als Moderator verwendete und wassergekühlt war. Obninsk blieb fast zehn Jahre lang der einzige sowjetische Kernreaktor zur kommerziellen Energieerzeugung. Der Reaktor wurde am 29. April 2002 endgültig stillgelegt.         W 

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28. Juni 1840 - der erste Kindergarten wird gegründet

Friedrich Wilhelm August Fröbel gründet in Bad Blankenburg den ersten Kindergarten in Deutschland. Durch die mit der industriellen Revolution einhergehende Landflucht und der Ablösung von der Großfamilie änderten sich die familiären und sozialen Umstände, in denen Kinder aufwuchsen, dramatisch. Frauen wurden zunehmend in den industriellen Produktionsprozess einbezogen. Insbesondere in den rasant wachsenden Großstädten mit Massenquartieren unzureichender Wohn- und Lebensverhältnisse verwahrlosten die Kinder. Bereits zwei Jahre zuvor hatte der Marlishäuser Pfarrer Johann Samuel Ferdinand Blumröder eine Kleinkinderbewahranstalt in dem zu Schwarzburg-Sondershausen gehörenden Dorf gegründet. Die Findung des Namens Kindergarten bezeichnete der Pädagoge als Offenbarung, die ihm im Frühjahr 1840 auf einer Wanderung von Blankenburg nach Keilhau widerfuhr. Für ihn sollte das Kind im Kinder-Garten wie eine Pflanze gepflegt und gehegt werden. Ursprünglich sollte die Einrichtung für Kinder von ca. 2 bis 7 Jahren eine Anschauungsstätte für Mütter sein, denen Friedrich Fröbel die entscheidende Bedeutung in der Kindererziehung zusprach, um diesen die Handhabung mit den von dem Pädagogen entwickelten Beschäftigungsmittel und Spielgaben aufzuzeigen. Allgemein sollten vom Kindergarten positive Impulse in die Familie ausstrahlen.       W   

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2. Dezember 1942 - Kernspaltung

Physiker unter der Leitung des italienischen Kernphysikers Enrico Fermi setzten in Chicago die erste von Menschen eingeleitete und kontrollierte nukleare Kettenreaktion in Gang. Die daraus entstehende Energie hat einen Betrag von einem halben Watt. Unter den geheimen Bezeichnungen "Manhattan Engineering District" und "Projekt Y" wurde daraufhin die Entwicklung der Atombombe gestartet. Durch eine gewaltige finanzielle Kraftanstrengung der USA wurden schließlich drei Atombomben gebaut. Der ursprünglich für Deutschland vorgesehene Abwurf kam nicht zustande, da der Krieg in Europa zu diesem Zeitpunkt bereits zu Ende war. Am 6. August 1945 wurde die erste Bombe über Hiroshima abgeworfen, am 9. August folgte die zweite über Nagasaki.         W    

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4. April - 1969 - Kunstherz Implantation - Denton A. Cooley

Am Texas Heart Institute wurde in Houston, USA durch Denton A. Cooley die erste Kunstherz-Implantation vorgenommen. Der 47-jährige Patient Haskell Karp erhielt ein von Domingo Liotta entwickeltes Kunstherz, das nach 65 Stunden durch ein natürliches Herz ersetzt wurde. Kurz nach der Herztransplantation verstarb Karp.

An der Universitätsklinik von Utah wird dann, am 2. Dezember 1982, Barney Clark, in einer siebenstündigen Operation, erstmals erfolgreich ein Kunstherz vom Typ Jarvik-7 eingepflanzt. Die Operation führte William DeVries, ein Sohn holländischer Einwanderer, aus. Clark überlebte 112 Tage und erlitt mehrere Thrombosen, bevor er starb. Am 25. November 1984 wurde dem US-Amerikaner William J. Schroeder ein weiteres Kunstherz vom Typ Jarvik-7 implantiert mit dem er 620 Tage überlebte und am 6. August 1986 an einem Schlaganfall verstarb.         W     Bild: Public Domain

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um 1500 - erster Kaiserschnitt - Jacob Nufers

Jacob Nufer, ein Schweineschneider (Tierkastrator) aus dem Schweizer Kanton Thurgau, soll um das Jahr 1500 in Siegershausen die erste Schnittentbindung (Kaiserschnitt) durchgeführt haben, bei dem die Mutter, Elisabeth Alespach, die Operation überlebt hat. Die Hebammen dieser Zeit kannten zwar die Technik des Kaiserschnitts, doch bis in das frühe 16. Jahrhundert hinein durften Kaiserschnitte nur an toten Müttern vorgenommen werden. Das Leben der Mütter zu retten und dafür zu riskieren, die Kinder im Mutterleib zu töten, war strengstens verboten. Als Jacob Nufers Ehefrau schon mehrere Tage in den Wehen lag und anscheinend einem qualvollen Tod entgegenging, entschloss sich ihr Mann, den lebensrettenden Eingriff selbst vorzunehmen. Mutter und Kind überlebten. Die Frau soll danach – allerdings auf normalem Weg – im nächsten Jahr noch Zwillinge und danach weitere vier Kinder zur Welt gebracht haben. Es wird angenommen, dass Jacob Nufer die für den Eingriff notwendigen anatomischen Kenntnisse durch genaue Beobachtung des Viehs erlangte, mit dem er täglich arbeitete. Wahrscheinlich verfügte er in dieser Hinsicht über ein umfassenderes Wissen als die Ärzte seiner Zeit.
In Deutschland erfolgte der erste Kaiserschnitt am 21. April 1610 in Wittenberg durch Jeremias Trautmann. 1769 wurde von Joachim Friedrich Henckel der erste Kaiserschnitt im Verlauf der Linea alba durchgeführt. Am 25. September 1881 wurde von Ferdinand Adolf Kehrer in Meckesheim der erste konservative klassische Kaiserschnitt durchgeführt. Diese Kaiserschnittmethode, bei der die Bauchdecke und die Gebärmutter nicht wie bisher üblich von oben nach unten, sondern quer aufgeschnitten werden und danach die Gebärmutter fest mit dem Bauchfellüberzug vernäht wird, war bahnbrechend und wird in der Modifikation nach Hermann Johannes Pfannenstiel, nach dem diese Technik auch benannt ist, auch heute noch überall angewendet. Dank verbesserter Operationstechniken, der Einführung der Asepsis, Fortschritten in der Anästhesie, Bluttransfusionen und Antibiotika konnte die Müttersterblichkeit beim Kaiserschnitt, die in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts noch bei über 80 % lag, auf 0,04 ‰ (Deutschland 2000 lt. BZgA) gesenkt werden.

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12. Januar 1967 - Erster Mensch lässt seine toten Körper einfrieren

Nach seinem Tod wird der Körper James Bedfords in Kryostase versetzt. Der Verstorbene ist der erste Mensch, der sich auf diese Weise eine Wiederbelebung in Zukunft erhofft. Kryonik (von altgriechisch κρύος kryos „Eis“, „Frost“) ist die Kryokonservierung von Organismen oder einzelnen Organen (meist dem Gehirn), um sie – sofern möglich – in der Zukunft wiederzubeleben.
Zur Lagerung wird der Organismus bzw. das Organ üblicherweise bei −196 °C in flüssigem Stickstoff gekühlt. Hierbei werden die Glasübergangstemperaturen der verwendeten Vitrifikationslösungen (beispielsweise −123,3 °C bei M22) weit unterschritten, woraufhin es zu Brüchen in den Geweben kommt. Da es sich hierbei lediglich um wenige, makroskopische Brüche handelt, werden diese von den Anbietern der Technik als prinzipiell reversibel eingeschätzt. Da bei einer höheren Lagerungstemperatur (beispielsweise −140 °C) weniger Brüche entstehen, scheint dies ein Schlüssel hin zu einem bruchfreien Verfahren zu sein.

Eine weitere Herausforderung stellt das Wiederauftauen dar. Während das Auftauen eines größeren Organismus mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann, befindet man sich in einem Zielkonflikt: Einerseits dürfen keine kritischen Temperaturen überschritten werden, welche zum Beispiel die Denaturierung der im Gewebe enthaltenen Eiweiße zur Folge hat, andererseits muss darauf geachtet werden, dass das Gewebe während des Auftauens nicht aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung abstirbt. Für größere Organe und Organismen ist dieses Problem bisher ungelöst.

Als Nachweis wird auch der Fall einer schwedischen Ärztin herangezogen. Nach einem Skiunfall war die schwedische Ärztin Anna Bågenholm 1999 im Eis verkeilt gewesen. In einer Luftblase unter Wasser konnte sie noch atmen, doch wurde sie erst nach 90 Minuten aus der Unterkühlung befreit. Die Kerntemperatur war auf 13,7 °C gesunken. Bereits auf dem Rettungsflug wurde sie mit Sauerstoff versorgt. In der Klinik wurde über die Oberschenkelvene ihr kaltes, sauerstoffarmes Blut über einen Wärmetauscher geführt und mit Sauerstoff angereichert. Sie überlebte drei Stunden ohne Herzfunktion und erlitt keine bleibenden Schäden.         W    

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