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Chronologische Weltgeschichte - Die Jahre 2011 - 2015

2011 - 20152016 - 2020

2011

Das Tōhoku-Erdbeben erschüttert Japan und löst einen Tsunami und die Nuklearkatastrophe von Fukushima aus. Die Unfallserie begann am 11. März 2011 um 14:47 Uhr (Ortszeit) mit dem Tōhoku-Erdbeben und lief gleichzeitig in vier von sechs Reaktorblöcken ab. In Block 1 bis 3 kam es zu Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material – unter anderem etwa 15 EBq Xe-133, also etwas mehr als das Doppelte von Tschernobyl, und ca. 36 PBq Cs-137, also ca. 42 % der Cs-137 Emission von Tschernobyl – wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung.         W    

 

2012

13. Januar - Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" läuft in der Nähe der Insel Giglio auf Grund und kentert. Die Costa Concordia war ein Post-Panamax-Kreuzfahrtschiff und zum Zeitpunkt der Indienststellung das größte italienische Kreuzfahrtschiff. Das Schiff kollidierte mit einem Felsen, schlug leck und wurde manövrierunfähig vom Wind in Richtung Insel gedrückt, wo es unmittelbar nördlich des kleinen Hafens der Insel auf Grund lief und mit der Zeit auf 65 Grad Schlagseite kippte. Der Unfall forderte 32 Todesopfer. Ohne den günstigen Wind wäre das Schiff nach Ansicht Rostocker Wissenschaftler weiter auf das Meer getrieben und in rund hundert Metern Tiefe untergegangen – es hätte dann deutlich mehr Opfer gegeben. Nachdem das Wrack über 18 Monate lang vor Giglio gelegen hatte, wurde es am 17. September 2013 aufgerichtet und ruhte bis zum 15. Juli 2014 auf einer am Meeresboden verankerten Plattform. Das havarierte Schiff wurde zur Verschrottung ab dem 23. Juli 2014 mit geringer Geschwindigkeit nach Genua geschleppt, wo es am 27. Juli 2014 eintraf.         W    

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Der Internationale Sportgerichtshof spricht den früheren deutschen Profi-Radrennfahrer Jan Ullrich wegen Dopings schuldig. Rückwirkend werden ihm der dritte Platz bei der Tour de France 2005 und der Sieg bei der Tour de Suisse 2006 aberkannt.         W     Bild: Hans Weingartz

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6. Juni - Mit der Landung des Solarflugzeuges Solar Impulse, nach rund 19 Stunden und über 830 Kilometern von Madrid (Spanien) nach Rabat in Marokko, gelingt der erste Interkontinentalflug in der Geschichte des Solar-Flugzeugbaus. Solar Impulse ist ein Flugzeugprojekt der Schweizer Bertrand Piccard und André Borschberg sowie die Bezeichnung der entwickelten Solarflugzeuge. Ziel des Projekts ist es, eine Kommunikationsplattform für neue technische, ökologische und ökonomische Wissenschaften zu errichten. Die Erlangung eines Weltrekordes ist ausdrücklich nicht im Fokus. Das Ziel besteht darin, nach der Erprobungsphase umweltschonende Motorflugzeuge ohne Verbrauch von Brennstoff zu konstruieren. Für April bis Juni 2015 ist eine Erdumrundung in mehreren Etappen mit der sich aktuell im Bau befindlichen HB-SIB geplant. Der Start wird in der Nähe des Äquators, jedoch vorwiegend über der nördlichen Hemisphäre erfolgen. Fünf Zwischenlandungen sind vorgesehen. Sie dienen dazu, den Piloten zu wechseln und der Öffentlichkeit sowie den Vertretern aus Politik und Wissenschaft das Unternehmen vorzustellen. Jeder Flugabschnitt wird drei bis vier Tage dauern, die für die Piloten André Borschberg und Bertrand Piccard maximal erträgliche Flugdauer. Falls das Gewicht der Batterien durch verbesserte Effizienz weiter reduziert werden kann, könnte das Flugzeug zwei Piloten für Langzeitflüge aufnehmen. Auf diese Weise würde eine Non-Stop-Weltumrundung in den Bereich des Möglichen rücken. Das Ziel des Projekts ist, die Menschen für die Notwendigkeit des Energiesparens und der Nutzung und Förderung von Erneuerbaren Energien zu sensibilisieren. Zu diesem Zweck wird angestrebt, um die Welt zu fliegen, um entsprechende Aufmerksamkeit zu erzeugen.         W 

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6. August -Der im Rahmen der NASA-Mission Mars Science Laboratory ausgesetzte Rover „Curiosity“, der mit zehn Instrumenten zur Untersuchung von Gestein, Atmosphäre und Strahlung ausgerüstet ist, landet erfolgreich auf dem Mars und sendet erste Bilder von der Landschaft des Nachbarplaneten. Mit einer Masse von 900 kg und der Größe eines kompakten Kleinwagens ist Curiosity bislang das mit Abstand schwerste von Menschen geschaffene Objekt auf der Marsoberfläche und löste die Viking-Tochtersonden mit je knapp 600 kg ab. Das übergeordnete, allgemeine Ziel von Curiosity ist die Untersuchung, ob der Mars aktuell oder in der Vergangenheit in der Lage war, Leben zu beherbergen.         W    

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14. Oktober - Felix Baumgartner springt im Rahmen des Projekts Red Bull Stratos aus 39 Kilometern Höhe ab und durchbricht als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer. Das Projekt wurde hauptsächlich vom österreichischen Getränkehersteller Red Bull gesponsert und von der NASA und der US Air Force logistisch und mit technischer Expertise unterstützt. Dabei sollten, unter anderem Erkenntnisse über die Möglichkeit eines Notausstiegs aus Raumfahrzeugen zu gewinnen und die Sicherheit zukünftiger Raumfahrer zu erhöhen. Erwartungsgemäß überschritt der Ballon die vorweg kolportierte „Zielhöhe“ von 120.000 Fuß / 36.576 m. Um 12:07 Uhr Ortszeit sprang Felix Baumgartner aus 38.969,4 Metern (127.852,4 Fuß) Höhe, nachdem er folgende Worte gesagt hatte:„Ich weiß, die ganze Welt sieht jetzt zu. Könntet ihr nur sehen, was ich sehe! Manchmal muss man wirklich weit hinaufgehen, damit man erkennt, wie klein man ist … Ich gehe jetzt heim.“ Im freien Fall erreichte Baumgartner 1357,6 km/h. Er ist damit der erste Mensch, der im freien Fall die Schallgeschwindigkeit überschritt. Nach 4:20 Minuten im freien Fall zog Baumgartner wie vorgesehen 1585 Meter über Grund den Fallschirm und landete rund fünf Minuten danach, um 12:16 h Ortszeit, sicher und unverletzt, rund 70 km östlich vom Startort. Felix Baumgartner stellte bei diesem Projekt neue Weltrekorde auf:

  • höchster Absprung eines Fallschirmsprungs 38.969,4 m
  • längster freier Fall 4:20 min
  • größte im freien Fall erreichte Geschwindigkeit 1357,6 km/h
  • höchste bemannte Ballonfahrt 39.068,5 m

Einige dieser Rekorde wurden rund 2 Jahre später durch Alan Eustaces Sprung aus über 41.000 Metern Höhe gebrochen.         W 

 

 

2013

Das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. endet an diesem Tag um 20:00 Uhr aufgrund seines freiwilligen Amtsverzichts vom 11. Februar 2013. Am 11. Februar 2013 gab Benedikt XVI. während eines Konsistoriumsbekannt, zum 28. Februar 2013, 20 Uhr (MEZ) „auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, […] zu verzichten“. Er sei „zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.“ Zum ersten Mal, seit Gregor XII., Benedikt XIII. und Johannes XXIII. durch das Konzil von Konstanz 1414–1418 ihre Ämter verloren, schied damit ein Papst nicht durch Tod aus dem Amt. Aus eigener Entscheidung hatte dies zuletzt 1294 Coelestin V. getan. Drei Tage vor seiner Wahl zum Papst wurde Joseph Ratzinger 78 Jahre alt und ist damit der älteste gewählte Kandidat seit Clemens XII. (1730). Er diente mit fast 28 Jahren als Kardinal länger als jeder andere Papst vor ihm seit Benedikt XIII. (Wahl 1724), ebenso ist er der dritte Papst in Folge, welcher von Paul VI. zum Kardinal erhoben wurde. Er war seit 19. April 2005 der erste deutsche Papst seit Hadrian VI. (1523).  Seit dem 27. Juni 2010 ist Benedikt XVI. der am längsten amtierende deutsche Papst der Kirchengeschichte.       W   Bild: Fabio Pozzebom

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15. Februar - Bei Tscheljabinsk tritt ein Meteor in die Erdatmosphäre ein und explodiert 30 bis 50 Kilometer über dem Erdboden. Die darauffolgende Druckwelle beschädigt rund 3500 Gebäude. 1491 Menschen werden durch umherfliegende Glassplitter verletzt. Nach späteren wissenschaftlichen Auswertungen hatte der Meteor eine Masse von etwa 10.000 Tonnen und ein Durchmesser von ca 20 Metern. Es ist der größte Meteor seit dem Eintritt des Tunguska-Meteoriden. Schätzungsweise 3700 Gebäude wurden beschädigt. Das Dach einer Fabrik stürzte ein. Nach Angaben der Behörden gab es Schäden in sechs Städten der Region. 1491 Menschen wurden verletzt. Am 16. Oktober 2013 wurde aus dem Tschebarkulsee einStück mit einem Gewicht von mehr als 570 kg geborgen.        W   

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15. April - Anschlag auf den Boston-Marathon. Auf den jährlich am Patriots’ Day in Boston stattfindenden Stadtmarathon explodierten gegen 14:50 Uhr EDT im Abstand von 13 Sekunden zwei in Rucksäcken versteckte Sprengsätze auf der Zielgeraden des Boston-Marathons. Durch die Explosionen wurden drei Menschen getötet und 264 weitere verletzt. US-amerikanische Bundesbehörden stuften den Bombenanschlag als terroristischen Akt ein. Auf der Flucht der beiden tatverdächtigen Brüder Dschochar und Tamerlan Zarnajew wurde am Abend (Ortszeit) des 18. April 2013 ein Polizist auf dem Campus des Massachusetts Institute of Technology getötet, bei einem darauffolgenden Schusswechsel in Watertown wurde ein Polizist schwer verwundet und Tamerlan Zarnajew tödlich verletzt, sein Bruder Dschochar Zarnajew konnte fliehen. Er konnte nach einer groß angelegten Fahndungsaktion am Abend des 19. April 2013 in Watertown festgenommen werden. Dschochar Zarnajew wurde wegen Verwendung von Massenvernichtungsmitteln (unkonventioneller Sprengsatz) sowie heimtückischer Zerstörung von Eigentum mit Todesfolge vor einem US-Bundesgericht angeklagt. Am 8. April 2015 wurde er von einem Geschworenengericht in allen 30 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Am 15. Mai wurde Zarnajew von einem Bundesgericht zum Tode verurteilt.         W    

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2015

13. November - Terroranschläge in Paris. Die Anschläge waren koordinierte, islamistisch motivierte Attentate an fünf verschiedenen Orten im 10. und 11. Pariser Arrondissement sowie an drei Orten in der Vorstadt Saint-Denis. Nach Angaben der französischen Regierung wurden 130 Menschen getötet und 352 verletzt, davon 97 schwer. Außerdem starben sieben der Attentäter in unmittelbarem Zusammenhang mit ihren Attacken. Zu den Anschlägen bekannte sich die terroristische Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS). Die Angriffsserie am Freitagabend richtete sich gegen die Zuschauer eines Fußballspiels im Stade de France, gegen die Besucher eines Rockkonzerts im Bataclan-Theater sowie gegen die Gäste zahlreicher Bars, Cafés und Restaurants. Es handelte sich um mehrere Schusswaffenattentate, ein Massaker mit Geiselnahme sowie sechs Detonationen, die von Selbstmordattentätern mit Sprengstoffwesten ausgelöst wurden. Nach den Attentaten verhängte die Regierung Valls den Ausnahmezustand und rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Präsident François Hollande sprach von einem kriegerischen Akt und kündigte einen entschiedenen Kampf gegen den Terror an. Am 17. November 2015 beantragte Frankreich als erstes Land in der Geschichte der Europäischen Union den Beistand der anderen EU-Staaten im Rahmen der Regelungen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Art. 42 Abs. 7 des EU-Vertrags). Die europäischen Staaten sicherten ihre Solidarität zu. Der mutmaßliche Planer der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, starb wenige Tage später bei einer Razzia im Pariser Vorort Saint-Denis.         W    

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