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Chronologische Weltgeschichte - Die Jahre 1401 - 1500

2011 - 20152016 - 2020

1401

22. April - Der Seeräuber Klaus Störtebeaker wird von einer hamburgischen Flotte vor Helgoland gestellt, in der Seeschlacht nach erbittertem Kampf gefangen genommen und nach Hamburg gebracht. Auf dem Grasbrook in Hamburg wurden am 20. Oktober 1401 73 der Piraten enthauptet und deren Köpfe zur Abschreckung aufgespießt. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker ein Bein stellte. Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Die Vitalienbrüder, die sich als Freibeuter selbstständig gemacht hatten, unterstützten ursprünglich König Albrecht von Schweden im Kampf gegen die dänische Königin Margrete I. und betrieben dazu auch Seeräuberei in Nord- und Ostsee.Den Übergriffen auf die Schiffe der Dänen und Lübecker, die auf dänischer Seite standen, folgten bald Überfälle auf andere Schiffe der Hanse. Hierfür hatten die Vitalienbrüder Kaperbriefe erhalten. Damit ausgestattet konnten sie die erbeuteten Waren in Wismar frei auf dem Markt verkaufen. Beim Versuch, den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen zu schützen, verstärkten die Hanse und insbesondere die Hansestadt Hamburg die Anstrengungen zur Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels. Störtebeker soll den überlegenen Hansekoggen mit seinen Schiffen aber immer wieder auf die hohe See entkommen sein. Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem Niederdeutschen von „Stürz den Becher“) wegen seiner Trinkfestigkeit verdient. Der Sage nach soll er einen 4-Liter-Humpen (einen ellenhohen Becher) Wein oder Bier in einem Zug leergetrunken haben.

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20. Oktober - Auf dem Grasbrook in Hamburg werden Dutzende ehemaliger Seeräuber, unter ihnen einer der berühmtesten, Klaus Störtebeker, enthauptet und die Köpfe zur Abschreckung aufgespießt. Die Vitalienbrüder, die sich als Freibeuter selbstständig gemacht hatten, unterstützten ursprünglich König Albrecht von Schweden im Kampf gegen die dänische Königin Margrete I. und betrieben dazu auch Seeräuberei in Nord- und Ostsee. Den Übergriffen auf die Schiffe der Dänen und Lübecker, die auf dänischer Seite standen, folgten bald Überfälle auf andere Schiffe der Hanse. Hierfür hatten die Vitalienbrüder Kaperbriefe erhalten. Damit ausgestattet konnten sie die erbeuteten Waren in Wismar frei auf dem Markt verkaufen. Beim Versuch, den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen zu schützen, verstärkten die Hanse und insbesondere die Hansestadt Hamburg die Anstrengungen zur Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels. Störtebeker soll den überlegenen Hansekoggen mit seinen Schiffen aber immer wieder auf die hohe See entkommen sein. Am 22. April 1401 wurde er von einer hamburgischen Flotte unter Simon von Utrecht vor Helgoland gestellt, in der Seeschlacht nach erbittertem Kampf gefangen genommen, und nach Hamburg gebracht. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker ein Bein stellte. Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem Niederdeutschen von „Stürz den Becher“) wegen seiner Trinkfestigkeit verdient. Der Sage nach soll er einen 4-Liter-Humpen (einen ellenhohen Becher) Wein oder Bier in einem Zug leergetrunken haben.

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Zur Herstellung von Farben wird erstmals Öl als Basis benutzt.

 

1402

Der in Äthiopien wild wachsende Kaffee wird dort zur Getränkeherstellung verwandt.

 

1404

Die "kleine Eiszeit" beginnt und wird bis ca. 1850 anhalten

 

Universität Turin gegründet.

 

In Bremen entsteht das Standbild des Roland es symbolisiert die Freiheit der Stadt.

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1408

In Holland benutzt man eine Windmühle, um Wasser aus dem Binnenland ins Meer zu befördern.

 

1411

Die erste Darstellung einer frühestens seit 1644 in Danzig eingesetzten Seilschwebebahn ist urkundlich erwähnt.

 

1412

In Holland werden erstmals Treibnetze für den Fischfang eingesetzt.

 

1413

Das Eisengußgeschütz "Die Faule Mette" schießt bei einem Eigengewicht von 180 Zentner mit einer Ladung von 30 Pfund Pulver Steingeschosse von 750 Pfund pro Stück in schwer definierbare aber grob vorhersehbare Richtungen.

 

1415

England beginnt mit Heinrich V. den Hundertjährigen Krieg und schlägt in der Schlacht von Azincourt mit seinen Bogenschützen das 5-fach überlegene Heer Frankreichs vernichtend. Ein Großteil Frankreichs und Paris wird von Engländern besetzt.

 

1419

PRAGER FENSTERSTURZ : Anhänger des tschechischen Reformators Johannes Hus stürmten das Prager Rathaus. Dabei warfen sie im ersten Prager Fenstersturz die katholischen Stadträte aus dem Fenster. Ausgelöst hatte den ersten Prager Fenstersturz der Ketzertod von Johannes Hus auf dem Scheiterhaufen in Konstanz. In Böhmen hatten seine Lehren von der bedingungslosen Einhaltung der göttlichen Gebote viele Anhänger gefunden. 400 böhmische Adelige schickten daraufhin ein Protestschreiben nach Konstanz. Anfang des 15. Jahrhunderts war in ganz Mitteleuropa der Glaube an ein baldiges Weltende weit verbreitet. Gründe für diese Annahme gaben die Pestepedemien und die Verweltlichung der Kirche. In Böhmen trug das geringe Ansehen von König Wenzel IV., der als Trunkenbold, Frauenheld und unfähiger Herrscher galt, dazu bei.         W     Bild: Ralf Engelberger

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1423

Der Buxheimer Christopherus ist die erste deutsche Holzplastik mit eingeschnitzter Jahreszahl.

 

1424

Im Hussitenkrieg werden erstmals leichte und wendige Feldhaubitzen gegen das Reich sehr erfolgreich eingesetzt. Dies zieht eine radikale Veränderung der Kriegstechnik und des Burgenbaus nach sich.

 

1429

Jeanne d'Arc, die "Jungfrau von Orléans", das Bauernmädchen Johanna aus Domremy, tritt in Chinon vor Karl VII., verkündet, von Gott zur Rettung Frankreichs berufen zu sein, erhält nach einigem Zögern militärische Hilfe und marschiert nach Orléans. Die Engländer heben die Belagerung am 8.5. auf. Jeanne d'Arc führt Karl VII. am 17.7. zur Krönung nach Reims. Damit tritt der "Hundertjährige Krieg" zwischen Frankreich und England in eine entscheidende Wende zugunsten Frankreichs.

 

Während der Belagerung von Orléans im Hundertjährigen Krieg gelingt den Franzosen unter Étienne de Vignolles in Anwesenheit von Jeanne d’Arc die Eroberung der letzten von den Engländern gehaltenen Festung Les Tourelles. Jeanne d’Arc wurde dabei durch einen Pfeil verwundet. Beim Rückzug der Engländer aus der Festung brach die brennende Brücke unter dem englischen Kommandanten Glasdale zusammen. Unfähig, sich seiner Rüstung zu entledigen, ertrank er in der Loire. Die Belagerung war nun im Osten und Süden der Stadt aufgehoben. Am 8. Mai, einem Sonntag, standen sich die beiden Armeen noch für etwa eine Stunde kampfbereit gegenüber; keine Seite begann allerdings den Kampf – sei es aus taktischen oder religiösen Gründen (am Sonntag durfte eigentlich nicht gekämpft werden). Schließlich trat die englische Armee den Rückzug an: die Belagerung von Orléans war beendet.         W    

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In Nürnberg wird das Luftgewehr erfunden.

 

Im Saargebiet wird Steinkohle urkundlich als Handelsware erwähnt.

 

1430

Johanna von Orléans (Jean d´Arc) verdrängt die Engländer nach und nach aus Frankreich, findet beim König und der Friedenspartei Frankreichs jedoch immer weniger Rückhalt. Bei der Belagerung von Paris gerät sie in burgundische Gefangenschaft und wird gegen Lösegeld an die Engländer ausgeliefert.nach Oben

 

1431

30. Mai - Im französischen Rouen wird das Bauernmädchen Jeanne d'Arc auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Die im deutschsprachigen Raum auch Johanna von Orléans oder die Jungfrau von Orléans genannt, ist eine französische Nationalheldin und Heilige der katholischen Kirche. Während des Hundertjährigen Krieges führte sie die Franzosen gegen die Engländer und die Burgunder. Durch Verrat wurde sie von den Burgundern gefangen genommen und an die mit ihnen verbündeten Engländer verkauft. Ein Kirchenprozess sollte sie diskreditieren. Unter dem Vorsitz des Bischofs von Beauvais, Pierre Cauchons, der den Engländern nahestand, wurde sie wegen einiger Verstöße gegen die Gesetze der Kirche verurteilt und auf Befehl des Herzogs von Bedford auf dem Marktplatz von Rouen auf einem Scheiterhaufen lebendig verbrannt. 24 Jahre später strengte die Kurie einen Revisionsprozess an, hob das Urteil im Jahre 1456 auf und erklärte sie zur Märtyrerin. Im Jahre 1909 wurde sie von Papst Pius X. selig- und elf Jahre später 1920 von Papst Benedikt XV. heiliggesprochen.       W   

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6. November - Heinrich VI. wird als knapp Achtjähriger in der Westminster Abbey zum englischen König gekrönt. Im Alter von zehn Jahren folgte am 16. Dezember 1431 die Krönung zum König von Frankreich in der Kathedrale Notre Dame in Paris. Zum ersten Mal wurde ein französischer König dort gekrönt – die etablierte Krönungskirche war bis dahin die Kathedrale von Reims, die aber aufgrund der komplizierten politischen Lage nicht erreicht werden konnte. Das Königreich England wurde von Regenten verwaltet, bis Heinrich volljährig war. Die einflussreichsten Regenten waren seine Onkel Humphrey, Duke of Gloucester, und John, Duke of Bedford. John übte die Regentschaft in Frankreich aus und Humphrey in England. Das Parlament beschränkte Humphrey dahingehend, dass er nur in Johns Abwesenheit die Regentschaft über England innehatte.         W    

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16. Dezember - Im Alter von 10 Jahren wird der englische König Heinrich VI. in Notre Dame in Paris zum König von Frankreich gekrönt. Heinrich war das einzige Kind und Erbe von König Heinrich V. von England. Sein Vater starb, als er erst wenige Monate alt war. Seine Mutter, Katharina von Valois, war aus dem französischen Königshaus der Valois und bei seiner Geburt erst zwanzig Jahre alt. Wegen des großen Argwohns aufgrund ihrer Nationalität wurde sie von ihrem Kind systematisch ferngehalten. Heinrich VI. wurde am 6. November 1429, im Alter von 8 Jahren,in der Westminster Abbey zum König von England gekrönt. Im Alter von zehn Jahren folgte am 16. Dezember 1431 die Krönung zum König von Frankreich. Das Königreich England wurde von Regenten verwaltet, bis Heinrich volljährig war. Die einflussreichsten Regenten waren seine Onkel Humphrey, Herzog von Gloucester, und John of Lancaster, 1. Herzog von Bedford. Johann übte die Regentschaft in Frankreich aus und Humphrey in England. Das Parlament beschränkte Humphrey dahingehend, dass er nur in Johanns Abwesenheit die Regentschaft über England innehatte. 1437 übernahm Heinrich VI. die Regierungsgeschäfte.

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Papst Martin V., Gegner der Kirchenreform, stirbt. Noch unter seinem Pontifikat wird Johanna von Orléans (Jean d´Arc) am 30.5. wegen Ketzerei von den Engländern in Rouen verbrannt. Unter dem Druck der französischen Öffentlichkeit wird das Urteil 1456 vom Papst Calixt III. widerrufen. Jean d´Arc, wie die Franzosen ihre Nationalheilige nennen, wird von der katholischen Kirche 1894 "ehrwürdig", 1909 "selig" und 1920 heiliggesprochen.

 

1435

Die nicht standesgemäß mit Herzog Albrecht III. von Bayern-München verheiratete Baderstochter Agnes Bernauer wird auf Geheiß ihres Schwiegervaters (während Abwesenheit ihres Gemahls) aus der Vohburg entführt, in Straubing als Zauberin angeklagt und am 12.10. in der Donau ertränkt. Ihr Andenken wird bis heute von weiten Bevölkerungsschichten der Straubinger Gegend gepflegt.

 

1437

In Nürnberg werden Handspritzen zum Feuerlöschen eingesetzt.

 

1440

Portugal beginnt den Handel mit Negersklaven.

 

Der Philosoph und Theologe Nikolaus von Kues (Cusanus) lehrt, das Weltganze sei eine unendliche Einheit und folgert daraus, dass die Erde nicht Mittelpunkt des Weltalls sein könne, weil es keinen Mittelpunkt der Unendlichkeit gäbe; formuliert einen Vernunftbegriff.

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1444

Mit dem Aufschwung der Städte steigt der Bedarf an Arbeitskräften, der infolge der Katastrophen des 14.Jhdt. nicht gedeckt werden kann. Deutschland wird Hochlohnland.

 

1445

Johannes Gutenberg erfindet in Mainz den Buchdruck mit beweglichen, gegossenen Lettern.

 

1447

Die Inkastadt Machu Picchu im südlichen Peru wird hoch in den Bergen errichtet (die Ruinen werden erst 1911 entdeckt werden).

 

Mit der Berliner Passion entsteht der erste datierte Kupferstich in Deutschland.

 

Der portugiesische Entdecker Fernandez erreicht Kap Verde.

 

1449

In Deutschland bricht die Pest aus.

 

Die Stadt Nürnberg hält eine Volkszählung ab, um den Ernährungsbedarf für Kriegsfälle festzustellen.

 

1452

19. März - Die letzte deutsche Kaiserkrönung durch einen Papst findet statt. Der Habsburger Friedrich III., seit 1440 deutscher König, wurde von Papst Nikolaus V. zum Herrscher des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt. Damit ging eine lange Tradition zu Ende, der zu Folge der deutsche König nach Rom reiste, um vom Papst zum Kaiser gekrönt zu werden. Seit 1452 war mit der Wahl zum deutschen König gleichzeitig auch der Kaisertitel verbunden. Friedrich III. war bis zu seinem Tod im Jahr 1493 Kaiser.

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15. April - Leonardo da Vinci wird geboren (+1519).

 

18. Juni - In der Päpstlichen Bulle Dum diversas gestattet Papst Nikolaus V. dem portugiesischen König Alfons V. das Erobern von Ländern der Ungläubigen in Westafrika. Der Papst duldet das Versklaven von Negern, der am afrikanischen Uferweg liegenden Moslems und der an selbigem Wege liegenden "Heiden". Allen anderen Fürsten und Kaisern der Welt wird Eingreifen in die Meere um Afrika für Seefahrt, Fischfang, Handel und Eroberung untersagt. Als Strafe soll Exkommunikation für Individuen und Interdikt für Kollektive gelten. Das Interdikt bedeutete für die Betroffenen das Versagen der für das Seelenheil des gläubigen Menschen notwendigen Sakramente.

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1453

29. Mai - Die Eroberung von Konstantinopel nach knapp zweimonatiger Belagerung durch die Osmanen unter Mehmed II. besiegelt den Untergang des Byzantinischen Reichs. Der letzte byzantinische Kaiser Konstantin XI. starb während der Kämpfe um die Stadt. Der 29. Mai gilt auch heute noch bei den Griechen als Unglückstag, denn es begann die lange türkische Fremdherrschaft, während der nach teilweiser Sprachübernahme nur die Religion als bindende Kraft erhalten blieb. Die Anfangs- und Enddaten der Unabhängigkeit der Hauptstadt, 395 und 1453, galten lange auch als zeitliche Grenzen des Mittelalters. In der Folge wurden auch die verbliebenen Staaten byzantinischen Ursprungs erobert: das Despotat Morea 1460, das Kaiserreich Trapezunt 1461 und das Fürstentum Theodoro 1475. Lediglich Monemvasia unterstellte sich 1464 dem Protektorat von Venedig, das die Stadt bis 1540 gegen die Türken zu halten vermochte. Die Stadt stellte staatsrechtlich das dar, was vom „Römischen Reich“ im Lauf der Jahrhunderte übrig blieb. Der Fall von Byzanz war einer der Wendepunkte von weltgeschichtlicher Bedeutung. Das Byzantinische Reich, das sich als eines der langlebigsten der Weltgeschichte erwiesen hatte, war damit politisch untergegangen; mit ihm ging eine über 2000-jährige Ära zu Ende. Aufgrund der Eroberung des Byzantinischen Reiches und Blockade des Bosporus sowie des Landwegs nach Asien durch die osmanischen Türken begann allerdings eine neue Ära, die das Zeitalter der Entdeckungen und der Renaissance einleitete.      W 

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1455

Mehr als 24 Jahre nach ihrer Verbrennung wird in der Kathedrale Notre-Dame de Paris der Prozess gegen Jeanne d’Arc neu aufgerollt. Jeannes Mutter bemühte sich darum, den Prozess neu aufzurollen. 24 Jahre später, am 7. November 1455, eröffnete Karl VII. vor dem Hintergrund veränderter politischer Verhältnisse in der Kathedrale Notre-Dame de Paris einen Rehabilitationsprozess. Karl wollte, nachdem der Hundertjährige Krieg weitgehend zugunsten Frankreichs ausgegangen war, seine Position stärken und der anhaltenden Kritik wegen des Todesurteils gegen die immer noch populäre Jeanne d’Arc ein Ende setzen. Am 7. Juli 1456 wurde das Urteil verkündet: die vollständige Rehabilitierung – allerdings ohne diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die ihren Tod verursacht hatten. Am 18. April 1909 wurde Jeanne d’Arc von Pius X. seliggesprochen und am 16. Mai 1920 von Benedikt XV. heiliggesprochen. Sie ist Schutzpatronin von Frankreich, Rouen und Orléans, für die Telegrafie und den Rundfunk.         W 

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Johannes Gutenberg druckt seine berühmte Bibel. Er kann seine Rechnungen an seinen Gläubiger Fust nicht bezahlen (s. 1450), und verliert seine Druckerei an diesen. Fust "steigt groß ein" ins Druckereigeschäft.

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1456

Das Urteil über die Rehabilitation Jeanne d’Arcs wird in der Kathedrale Notre-Dame de Paris verkündet. 24 Jahre nach der Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen, strengte die Kurie einen Revisionsprozess an, in dem das Urteil aufgehoben und Jeanne zur Märtyrin erklärt wurde. Im Jahr 1909 wurde sie von Papst Pius X. selig- und 1920 von Papst Benedikt XV. heiliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 30. Mai. An diesem Tag gedenkt man ihrer auch in der Church of England. Während des Hundertjährigen Krieges verhalf sie bei Orléans den Truppen des Dauphins (Thronerben) zu einem Sieg über Engländer und Burgunder und geleitete anschließend Karl VII. von Frankreich zu seiner Krönung nach Reims. Nach ihrer Gefangennahme am 23. Mai 1430 in Compiègne wurde sie von den mit den Engländern verbündeten Burgundern den Engländern übergeben und in einem kirchlichen Verfahren des Bischofs von Beauvais, Pierre Cauchon, der pro-englisch eingestellt war, aufgrund verschiedener Anklagen verurteilt. Am 30. Mai 1431 wurde Jeanne d’Arc im Alter von 19 Jahren auf dem Marktplatz von Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.       W 

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1457

In Deutschland werden ca 3000 stadtähnliche Siedlungen erwähnt, von denen lediglich Köln, Lübeck, Straßburg, Danzig, Breslau, Nürnberg, Augsburg, Ulm und Erfurt mehr als 20.000 (bis max 30.000) Einwohner haben.

 

1459

20. September - Bukarest wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Bukarest wurde einer Legende nach von einem Hirten namens Bucur gegründet. Bucurie bezeichnet im Rumänischen glückhafte Freude, und Bucur ist ein verbreiteter Familienname. Im etymologischen Sinn bedeutet Bucur: "Du bist froh". Eine weitere Erzählung berichtet von dem getischen König Dromichaites, der die "Freudenstadt" errichtete. Die Urkunde wurde von dem Woiwoden und Feldherrn Vlad Tepes Drăculea, ausgestellt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entwickelte sich Bukarest, wo sich schon nach 1400 eine Handwerkersiedlung mit Schmiede, Töpferei und Gerberei nachweisen lässt, zum Curtea (Fürstensitz) der Walachei. Fürst Radu der Schöne bezeichnete am 14. Oktober 1465 Bukarest in einer Urkunde als Fürstensitz. Die Stadt erlangte ihre zentralstädtische Bedeutung als fürstliches Macht- und Handelszentrum, das in einem Verdichtungsraum von Siedlungen lag. Zwischen 1459 und 1625 erscheinen allein 41 Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Bukarest.

 

Universität Basel wird von Papst Pius II. gestiftet.

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1460

Die enge Beziehung zwischen Schleswig und Holstein wurde im Jahre 1460 zementiert - die Mächtigen aus Schleswig und Holstein wählten den dänischen König Christian I. zu ihrem gemeinsamen Oberhaupt. Als Gegenleistung musste Christian versprechen, dass Schleswig und Holstein "ewig ungeteilt" bleiben sollten. Der damals geschlossene Vertrag mit seinen 18 Siegeln ist im Landesarchiv Schleswig-Holstein erhalten. Die vertraglich vereinbarte "Ewigkeit" dauerte allerdings nur 30 Jahre, und auch danach wurden die Herzogtümer immer wieder getrennt. 400 Jahre Gültigkeit behielt dagegen die Bestimmung, wonach der dänische König zugleich Herr über die beiden Herzogtümer         W    

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1466

In Straßburg wird die erste deutsche Bibel bei Johann Mentelin gedruckt (vor Luther gab es über 120 Bibelübersetzungen, davon 14 in Hoch- und 3 in Niederdeutsch).

 

In München wird eine Schützengesellschaft gegründet.

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1471

Auf dem nach dem Tode Papst Pauls II. abgehaltenen Konklave, vom 6. bis 9. August 1471 wurde Francesco della Rovere als Sixtus IV. zum Papst gewählt. Der angesehene Theologe und Prediger wurde 1414 im ligurischen Celle geboren, 1464 wurde er Ordensgeneral der Franziskaner und 1467 Kardinal. Sixtus IV. war der erste Renaissancepapst, der in einem bisher nicht gekannten Nepotismus die Pfründe und Ämter unter Familienangehörigen verteilte. Der Auftraggeber der nach ihm benannten "Sixtinischen Kapelle"kümmerte sich um den Ausbau der Vatikanischen Bibliothek und öffnete die Vatikanischen Sammlungen einem größeren Teil der Öffentlichkeit.         W    

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Regiomantanus baut in Nürnberg eine erste deutsche Sternwarte.

 

1473

19.2. Nikolaus Kopernikus wird in Thorn geboren.

 

In Trier wird die Universität gegründet.

 

1477

Das älteste Lied über den sagenhaften Wilhelm Tell entsteht.

 

Im Freiheitsbrief an die Universität Tübingen ist ein erstes Kurpfuscherverbot enthalten.

 

1478

Leonardo da Vinci malt die Madonna mit der Blume und veröffentlicht ein Lehrwerk zu den Proportionen des menschlichen Körpers.

 

In Lübeck wird das Holstentor mit den angrenzenden Salzspeichern fertiggestellt (in Bau seit 1466).

 

1480

Karl Zöllner stellt in Wien erstmals Gewehre mit gezogenem Lauf her.

 

Der erste funktionsfähige Fallschirm wird von Leonardo da Vinci beschrieben.

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1483

15. August - Die Sixtinische Kapelle wird eingeweiht.Die Cappella Sistina ist eine der Kapellen des Apostolischen Palastes. Sie ist der Ort, an dem das Konklave abgehalten wird, und beherbergt einige der berühmtesten Gemälde der Welt. Ihr Name bezieht sich auf Papst Sixtus IV., unter dem sie zwischen 1475 und 1483 erbaut wurde. Sie liegt unmittelbar nördlich des Petersdoms und ist mit diesem über die Scala Regia verbunden. Für Touristen ist allerdings nur der Eintritt über die Vatikanischen Museen möglich. Die Pläne für die Sixtinische Kapelle stammen von Baccio Pontelli. Der Grundriss ist rechteckig. Der Bau ist 40,9 Meter lang, 13,4 Meter breit und 20,7 Meter hoch. Sie ist in der Proportion des Salomonischen Tempels errichtet, ihre Länge entspricht in etwa der doppelten Höhe und der dreifachen Breite. Die Decke ist ein flaches Stichkappengewölbe.        W 

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10.11.: Martin Luther wird in Eisleben als Sohn eines Bergmanns geboren (+1546).

 

Hinrik Funhof erschafft den Hochaltar der Johanniskirche in Lüneburg mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers.

 

1484

Neuer Papst wird Innocenz VIII. (+1492); er löst am 5.12. mit der Bulle "Summis desiderantis affectibus" umfangreiche Hexenprozesse und -verbrennungen aus.

 

Eines der ältesten in Deutschland noch erhaltenen Rathäuser wird in Michelstadt im Odenwald fertiggestellt.

 

1485

30. Oktober - In London wird König Heinrich VII. gekrönt. Der Begründer der Tudor-Dynastie war der letzte König Englands, der den Thron auf dem Schlachtfeld errang, nachdem er in der Schlacht von Bosworth Richard III. besiegt hatte. Seine Ehe mit Elisabeth von York beendete den sogenannten Rosenkrieg, der jahrzehntelang zwischen den rivalisierenden Häusern Lancaster und York ausgetragen worden war. Seine Regierungszeit war zu Anfang von Rebellionen und mehreren Thronprätendenten geplagt, die er jedoch erfolgreich unterdrückte. Ihm folgte sein zweiter Sohn Heinrich VIII. auf den Thron.       W   

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1486

18. Januar - Mit der Heirat des englischen Königs Heinrich VII. aus dem Haus Tudor mit Elizabeth of York (1466–1503) werden die beiden verfeindeten Herrscherhäuser Lancaster und York mit einander vereint. Die Rosenkriege gehören damit endgültig der Vergangenheit an. Die Rosenkriege bezeichnen eine Reihe von Kampfhandlungen zwischen den beiden rivalisierenden englischen Adelshäusern York und Lancaster, die zwei verschiedene Zweige des Hauses Plantagenet darstellten und die beide ihre Stammlinie auf König Edward III. zurückführen konnten. Die Wappen dieser Familien enthielten Rosen, eine rote Rose für Lancaster, eine weiße Rose für York. Aufgrund der Heirat wurden die Rosen im Wappen dann einfach übereinander gelegt.

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1488

Der Portugiese Bartholomäus Diaz erreicht im Dezember nach fünfmonatiger Seereise Namibia und wenig später das Kap der Stürme, später in Kap der Guten Hoffnung umbenannt, und weist damit den Seeweg nach Indien.

 

1489

In Ulm werden 168 öffentliche Badestuben gezählt: die Blüte des Badewesens geht gegen Ende des 16.Jahrhunderts durch Auftreten der Syphilis zurück.

 

Das Rechenbuch des Johann Widmann enthält erstmals die Ziffern, wie wir sie heute kennen.

 

Im Dom von Eichstätt entsteht der 10 m hohe steinerne Pappenheimer Altar.

 

In Berlin gibt es die erste deutsche Apotheke.

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1490

Der Nürnberger Holzschnitzer Veit Stoß errichtet den Hochaltar der Marienkirche in Krakau.

 

Erster Drahtzieherei-Betrieb in Nürnberg.

 

Die Schnabelschuhe werden durch breites Schuhwerk abgelöst ("Kuhmäuler").

 

In Italien und den Niederlanden entstehen die ersten Waisenhäuser.

 

1492

3. Juni - Der Nürnberger Kaufmann und Geograf Martin Beheim (1459-1507) stellte am Vorabend der Entdeckung Amerikas den ersten realistischen Weltglobus vor. Beheim schuf den Globus auf Veranlassung der Nürnberger Ratsherren unter Mitarbeit des Miniaturmalers Glockendon. Der "Erdapfel" wurde aus Pappe und Gips gefertigt und mit Pergament überzogen. Das Abbild der Welt basierte auf den Koordinaten der erforschten Gebiete Europas, Asiens und Afrikas. Durch die Entdeckung Amerikas war der Globus allerdings schon kurz nach seiner Präsentation überholt. Dieser älteste erhaltene Globus wird heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt. Aus Sicherheitsgründen ist er jedoch in einem abgedunkelten, der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Raum untergebracht.       W   Bild: Vitold Muratov

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3. August - Christoph Kolumbus bricht zu seiner ersten Entdeckungsreise auf. Im Auftrag von Königin Isabella von Kastilien segelte Christoph Kolumbus von Südspanien aus mit der "Santa Maria" sowie den beiden Karavellen Niña und Pinta. Die Karavellen wurden von den Brüdern Martín Alonso und Vicente Yáñez Pinzón aus Palos bereitgestellt und kommandiert. Ziel war es einen Seeweg nach Indien zu suchen. Am 12. Oktober 1492 erreichten die Schiffe die Neue Welt. Kolumbus ging auf einer Insel der Bahamas an Land, die von den Einheimischen Guanahani genannt wurde. Er gab ihr den Namen San Salvador (span. für ‚Heiliger Retter‘). Auf der Weiterfahrt entdeckte Kolumbus auch Kuba und Hispaniola, die größten Inseln der Antillen. Vor Hispaniola lief die Santa Maria am 25. Dezember auf eine Untiefe auf. Kolumbus wurde von König Guacanagari empfangen. Aus den Überresten des Schiffes ließ Kolumbus die erste spanische Festung in der Neuen Welt errichten und nannte sie La Navidad (spanisch für ‚Weihnachten‘). La Isla Española, zu Hispaniola zusammengezogen, wurde die erste Kolonie des spanischen Königreichs in der Neuen Welt und Kolumbus ihr Gouverneur und Vizekönig. Am 16. Januar 1493 machte Kolumbus sich mit beiden verbliebenen Schiffen auf den Weg zurück nach Europa.        W    

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12. Oktober - Christoph Kolumbus, ein Seefahrer aus Genua und in den Diensten der spanischen Krone, landet auf einer Insel der Bahamas.  Am 11. Oktober kam schwere See auf, die Blütenzweige und einen bearbeiteten Stab an den Schiffen vorbeischwemmte. Kolumbus befahl seinen Leuten, die Nachtwachen ernst zu nehmen. Er versprach demjenigen, der zuerst Land sehen würde, eine besondere Prämie. Um zwei Uhr am Morgen des 12. Oktobers 1492 sichtete der Matrose Rodrigo de Triana vor dem Bug der Pinta Land. Das gesichtete Land gehörte zur Gruppe der Bahamas, die von Tainos bevölkert waren. Er nimmt die Insel unter dem Namen "San Salvador" für Spanien in Besitz. Amerika war entdeckt.

28. Oktober - Christoph Kolumbus erreicht auf seiner ersten Reise, mit der Landung in der Bucht von Bariay im Nordosten der Insel, die Insel Kuba, und nahm sie für Spanien in Besitz. Von 1511 bis 1515 wurde die Insel im Auftrag des Königs Ferdinand durch Diego Velázquez de Cuéllar erobert. Dieser brach mit seiner Gefolgschaft den ersten Widerstand der Indianer unter der Führung des Kaziken Hatuey. Die indianische Bevölkerung ging durch Kriege gegen die Spanier, eingeschleppte Krankheiten (Pocken), Zwangsarbeit und Unterernährung stark zurück. Bemühungen von Seiten der Kirche, besonders des Dominikanerordens, und des spanischen Staates, die Indianer vor der Willkür der Kolonisten zu schützen, hatten wenig Erfolg. Bartolomé de las Casas, der als Feldkaplan an der Eroberung teilgenommen hatte, verzichtete 1514 aus Gewissensgründen auf seine Encomienda und engagierte sich gegen die Unterdrückung der Indianer. Auf sein Betreiben ordnete König Karl V 1542 die sukzessive Aufhebung der Encomiendas an, was sich in Kuba auch relativ schnell durchsetzte. Kuba wurde Teil des Vizekönigreichs Neu-Spanien und hatte darin den Status eines Generalkapitanats.       W   

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Am Vormittag des 16. November 1492 trat ein 127 kg schwerer Steinmeteorit mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein. Der Meteorit zog, eine Leuchtspur hinter sich her ziehend, unter lautem Donnern über den Himmel und landete schließlich in der Nähe des elsässischen Städtchens Ensisheim auf einem Acker. Das Ereignis wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, darunter Albrecht Dürer, der seine Eindrücke in einer farbigen Zeichnung festhielt. Der Fall erregte großes Aufsehen. Sebastian Brant berichtete in einem Flugblatt über den Meteor. Der deutsche König Maximilian I. reiste eigens an, um Gericht über den Donnerstein zu halten. Da er teuflische Mächte im Spiel sah, ließ er den Meteoriten in Ketten legen und in der Pfarrkirche aufhängen. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder Stücke des Meteoriten abgeschlagen, die sich heute in Museen und Sammlungen befinden. Das Reststück von 55,75 kg kann im Museum Palais de Regence in Ensisheim besichtigt werden. Der Fall des Meteoriten Ensisheim ist einer der ältesten bezeugten Meteoritenfälle Europas, von dem noch Meteoritenmaterial vorhanden ist.

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6. Dezember - Christoph Kolumbus entdeckte auf der Suche nach einem westlichen Seeweg nach Indien Haiti. Er nannte die Insel Hispaniola und gründete die erste spanische Niederlassung in Amerika. Die Goldgier der Spanier, die Zwangsarbeit in den Minen, sowie eingeschleppte Epidemien dezimierten das fast eine Million zählende Volk der Taino bis 1535 auf 500 Menschen. Spanien verlor 1697 den Westteil an die Franzosen, die ihrem Teil 1822 nach Aufständen in die Unabhängigkeit gaben. Ein Zusammenschluss beider Inselteile zu einem Staat scheiterte 1844. Von 1915 bis 1934 war Haiti von den USA besetzt. Bis 1994 unter dem Schutz von UNO-Soldaten eine Demokratisierung erzwungen wurde, regierten verschiedene Diktaturen die Insel.         W    

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Behaim stellt den ersten Erdglobus (noch ohne Amerika und Australien) in Nürnberg her.

 

Leonardo da Vinci entwirft Zeichnungen zu einem Flugapparat.

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1493

Christoph Kolumbus landet bei seiner zweiten Fahrt als erster Europäer auf der Karibikinsel Guadeloupe. Ihm und seiner Crew werden als Willkommensgeschenk ihnen unbekannte Ananasfrüchte angeboten. Das Wort Ananas entstammt der Bezeichnung naná für den Begriff Frucht in der Guaraní-Sprache. Für eine weltweite Verbreitung sorgten besonders die Portugiesen, die die Ananas bereits kurz nach 1502 nach Sankt Helena brachten, und um 1550 nach Indien. Noch vor Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie in den meisten tropischen Gebieten angebaut. Ab circa 1700 konnte die Ananas auch in Europa gezogen werden. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Ananas in England und Frankreich in Glashäusern gezogen.       W

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Hartmann Schedel - Deutscher Arzt und Chronist veröffentlicht sein berühmtestes Werk ist die "Schedelsche Weltchronik", das erste Geschichtswerk eines deutschen Gelehrten und gleichzeitig das umfangreichste Druckwerk des 15. Jahrhunderts. Die Erstausgabe erschien in lateinischer Sprache, wurde kurz darauf ins Deutsche übersetzt und fand weite Verbreitung in Europa. Mit ihren 1809 Holzschnitten war die Weltchronik ein Höhepunkt der Buchillustration. Die Grundlage des Werks bildete Schedels Privatbibliothek, die größte in Nürnberg. Die Chronik folgt im Aufbau den sieben Weltaltern vom Paradies bis zum Jüngsten Gericht und enthält zahlreiche Biografien und eine Karte, die als erste gedruckte Deutschlandkarte gilt.

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1494

Kolumbus unternimmt seine zweite Seereise nach Westen und entdeckt Dominika, Puerto Rico. Kolumbus verwendet zum ersten Mal eine Flaschenpost.

3. Mai - Christoph Kolumbus entdeckt auf seiner zweiten Reise als erster Europäer die Karibikinsel Jamaika, die von den Spaniern Santiago getauft wird. Nach einem jahrelangen Streit zwischen Diego Kolumbus, dem Sohn von Christoph Kolumbus, und der spanischen Krone über den Besitz einiger Karibikinseln wurde er schließlich Vizekönig aller von seinem Vater entdeckten Inseln. Er erhielt das Recht, einen Anteil des dort gefundenen Goldes für sich zu behalten und Steuern zu erheben. 1509 ließ er Jamaika durch Juan Ponce de León einnehmen und nannte es Santiago. Dieser Name bürgerte sich nie ein. Auch die Spanier gebrauchten die ursprünglichen indianischen Namen Chaymakas oder Xaymaca, die sie in Jamaica verdrehten.          W   

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7. Juni - Durch den Vertrag von Tordesillas teilen die beiden Seemächte Portugal und Spanien die „Neue Welt“ in Interessenzonen. Der Vertrag von Tordesillas kam 1494 auf Betreiben von Papst Alexander VI. zwischen den damals vorherrschenden Seemächten Portugal und Spanien zustande. Er sollte eine bewaffnete Konfrontation zwischen diesen beiden damals bedeutendsten katholischen Mächten verhindern, indem er die Welt in eine portugiesische und eine spanische Hälfte aufteilte. Im Vertrag von Tordesillas wird die Welt westlich der Azoren aufgeteilt: Der Westen geht an Spanien, der Osten an Portugal. Portugal wollte die Kontrolle des Seeweges nach Indien entlang der afrikanischen Küste behalten. Speziell ging es darum, den einträglichen Gewürzhandel im pazifischen Raum zu sichern und die Afrika-Route von spanischen Einflüssen freizuhalten. Spanien dagegen wollte sich die Kontrolle und die Rechte über die erst kurz zuvor von Christoph Kolumbus entdeckten Länder im Westen (das für Indien gehaltene Amerika) sichern.           W

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1495

Von den Franzosen aus dem belagerten Neapel eingeschleppt, breitet sich die Syphilis seuchenartig über ganz Europa aus. nach Oben

 

1497

8. Juli - Vasco da Gama verlässt den Hafen Rastello bei Lissabon mit vier Schiffen, um den Seeweg nach Indien zu finden. Insgesamt nahmen an der Reise zwischen 150 und 170 Mann Besatzung teil. Der Flotte waren die besten Piloten (Steuerleute und Navigatoren) Portugals beigegeben, denen die Strömungs- und Windverhältnisse speziell im Südatlantik weitgehend vertraut waren. Vasco da Gama segelte mit weit nach Westen ausholendem Kurs durch den Atlantik und löste sich deutlich von der Küste, um bessere Windverhältnisse zu nutzen. Am 4. November erreichte die kleine Flotte die Sankt-Helena-Bucht an der Westküste Südafrikas. Anschließend umfuhr er das Kap der Guten Hoffnung in einem großen Bogen und landete am 25. November in der Mosselbaai. Der ostafrikanischen Küste folgend erreichte er am 7. April 1498 Mombasa, wo arabische Kaufleute versuchten, seine Weiterfahrt zu verhindern. Vasco da Gama segelte weiter zu der ostafrikanischen Stadt Malindi, einer Handelskonkurrentin von Mombasa. Deren Sultan stellte ihm einen Navigator für die Überfahrt nach Indien zur Verfügung. Am 20. Mai 1498 landete Vasco da Gama nahe Calicut an der Malabarküste. Zum ersten Mal hatte ein europäisches Schiff Indien auf dem Seeweg um Afrika herum erreicht.           W    

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1498

31. Juli - Auf seiner dritten Reise entdeckt Christoph Kolumbus eine Insel, die er auf Grund dreier Berggipfel Trinidad (Dreifaltigkeit) nennt.  Ab 1552 stand Trinidad unter spanischer Herrschaft und blieb für rund 250 Jahre im Besitz der spanischen Krone. Nach dem Spanisch-Englischen Krieg kamen Trinidad 1802 und Tobago 1814 in britischen Besitz. Ab 1889 wurden Trinidad und Tobago als eine gemeinsame britische Kolonie „Trinidad und Tobago“ mit Verwaltungssitz in Port of Spain verwaltet; seitdem teilen die beiden Inseln dieselbe politische Geschichte. 1956 erhielt die Kolonie ein eingeschränktes inneres Selbstverwaltungsrecht. Von 1958 bis 1962 gehörten „Trinidad und Tobago“ der Westindischen Föderation an. 1962 wurde Trinidad und Tobago als eigenständiger Staat innerhalb des britischen Commonwealth in die Unabhängigkeit entlassen.       W   

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Maximilian I. gründet die Wiener Sängerknaben als Teil seiner musikalischen Hofkapelle. Die Aufgabe der ursprünglich zirka 14 bis 20 Knaben war die musikalische Gestaltung der Heiligen Messe. Heute setzen sich die Elite-Knabenchöre, die zu den renommiertesten und bekanntesten Chören der Welt zählen, vornehmlich aus Österreichern, aber auch aus Kindern aus anderen europäischen und außereuropäischen Nationen zusammen. Weltweit geben die Wiener Sängerknaben jährlich um die 300 Konzerte. 1920 wurde die Wiener Hofkapelle aufgelöst, doch der damalige Rektor Josef Schnitt setzte sich für eine Fortführung der Tradition ein. 1924 wurden die Wiener Sängerknaben offiziell als Verein gegründet und bis heute zu einem professionellen Musikbetrieb ausgebaut. Als Stammsitz und Internat dient dem Chor seit 1948 das Palais im Wiener Augarten.         W    

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Nach zehnmonatiger Fahrt landete der portugiesische Seeoffizier und Entdecker Vasco da Gama in Calicut an der indischen Westküste. Damit hatte er als erster einen Seeweg von Europa über die Südspitze Afrikas zum Subkontinent ausfindig gemacht. Die Erschließung dieses Seeweges eröffnete mehreren christlichen Staaten Europas die Möglichkeit direkten Handels mit Asien und die Erzielung hoher Profite, die zum Antrieb für die koloniale Expansion Europas in den folgenden Jahrhunderten wurden. Die Route führte zunächst von Lissabon um das Kap der Guten Hoffnung nach Ostafrika und über das Arabische Meer bis nach Goa, Calicut und Cochin an der Malabarküste im Westen Indiens. Von dort aus führte sie um Indien und Ceylon herum über den Golf von Bengalen durch die Straße von Malakka die Sunda- und die Bandasee zu den Gewürzinseln, v.a. nach Ambon, Tidore und Ternate. Die Portugiesen schalteten damit den Zwischenhandel von indischen, persischen, arabischen, türkischen und venezianischen Kaufleuten aus. Zusammen mit den hohen Zöllen, die das Osmanische Reich erhob, hatte dieser Zwischenhandel die Gewürze in Europa extrem verteuert. Die Brechung des Handelsmonopols der Venezianer, Türken und Araber im Gewürzhandel machte die Gewürze in Europa erschwinglicher und ließ Nachfrage und Angebot steigen. Über den neuen Handelsweg wurden Gewürze wie Pfeffer, Gewürznelken, Muskat und Zimt eingeführt, die im Europa des Mittelalters und der frühen Neuzeit einen immensen Wert darstellten, weil sie nicht nur zum Würzen von Speisen, sondern auch als Konservierungsstoffe und Grundlage für Arzneimittel unverzichtbar waren. Bild: Public Domain

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1499

Vasco da Gama10. Juli - Der Seefahrer Vasco da Gama kehrt von seiner ersten Indienreise nach Lissabon in Portugal zurück. Da sich da Gama selbst wegen seines tödlich erkrankten Bruders auf dem Heimweg einige Wochen auf den Azoren aufhält, erreicht das erste Schiff seiner Flotte unter Nicolao Coelho die Heimat vor ihm am 10. Juli 1499 und überbringt die Nachricht von der Entdeckung des Seewegs nach Indien.         W    

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Der Amazonas wird entdeckt.

 

Die Sprengladungs-Hohlgeschosse finden Verwendung in der Kriegskunst

 

1500

In Murano kann man farbloses Glas herstellen.

 

Die erste ständige Postverbindung zwischen Wien und Brüssel wird aufgenommen.

 

In China versucht sich der Gelehrte Wan Hu als Raketentechniker. Er befestigt 47 Schießraketen an der Rückenlehne eines Stuhl. Das Experiment misslingt, die Vorrichtung explodiert, der Pilot kommt dabei ums Leben.

 

Leonardo da Vinci zeichnet den ersten Hubschrauber, der allerdings nicht gebaut wurde und wohl auch nicht geflogen wäre.

 

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