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Chronologische Weltgeschichte - Die Jahre 0 - 100

Wir befinden uns im Jahre "Null", das nur im späteren "Abendland" Beginn neuer Zeitrechnung ist. Rom zählt momentan seine Zeit seit der (sagenhaften) Gründung durch Romulus und Remus, d.h. seit -753 (v. Chr.). Die islamische Welt wird die Neue Zeitrechnung bei der "Hedschra" Mohammeds von Mekka nach Medina im Jahr 622 n.Chr. beginnen. Und daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Kulturen, die ihre Zeitrechnung von der unseren unterschiedlich handhaben. Ein Jahr "Null" hat in Wirklichkeit natürlich niemals existiert, sondern ist unsere "Erfindung"....

Die Weltbevölkerung beträgt nach Schätzung des ausgehenden 20.Jahrhunderts zum Zeitpunkt "Null" etwa 160 Millionen Menschen. Es werden im Jahr 900 n.Chr.etwa 320 Mio sein, erst nach weiteren 800 Jahren findet ca um 1700 eine erneute Verdoppelung auf 640 Mio Menschen weltweit statt; ab ausgehendem 20.Jhdt wird sich die Weltbevölkerung alle 30, ab Anfang des 21.Jahrhunderts alle 25 Jahre verdoppeln. Christi Geburt ist nach neuesten Erkenntnissen der Geschichtsschreibung auf das Jahr 7 vor Chr. zu legen. Ein kleiner Fehler in unserer Rechnung der wohl nie korrigiert werden wird.

... und wo bleibt Deutschland ?

Ein "Deutschland" in dem Sinne wird es noch lange nicht geben. Erst im Vertrag von Verdun wird 843 "Deutschland" als Ostteil aus dem zerfallenen Reich von Karl I. des Großen herausgelöst und unter die Herrschaft seines Enkels Ludwig dem Deutschen gestellt werden.

2011 - 20152016 - 2020

 

1497 v. Chr.

13. April - Nach dem Tod von Thutmosis II. aus der 18. Dynastie wird sein dreijähriger Sohn Thutmosis III. am 4. Pachon des Ägyptischen Kalenders zum Pharao des Alten Ägypten gekrönt. Seine Stiefmutter und Tante Hatschepsut übernimmt für ihn die Regentschaft. Hatschepsuts Regierungszeit wird insgesamt als eine blühende Epoche beurteilt, die zu den Glanzzeiten der ägyptischen Geschichte gezählt wird. Hatschepsut wird von Ägyptologen für eine der wichtigsten Herrschergestalten des Neuen Reiches gehalten. Paradoxerweise ermöglichte es gerade die für Altägypten langjährige Friedenszeit und der wirtschaftliche Aufschwung unter Thutmosis III., weitreichende Kriegszüge zu unternehmen und den Einfluss Ägyptens bis an den Euphrat auszudehnen.        W     Bild:Cdtew in der Wikipedia auf Englisch

 

753 v. Chr.

Die Stadt Rom wurde, nach der von dem römischen Schriftsteller Marcus Terentius Varro überlieferten Legende, am 21. April 753 vor Christus von ihrem ersten König Romulus gegründet. Dieses Datum gilt seither als Grundlage der römischen Zeitrechnung. Der irdische Herrscher Amulius Silvius hatte seinen älteren Bruder Numitor vom Thron gestürzt. Mumitors Tochter Rhea Silvia zwang er Priesterin zu werden. So wollte Amulius verhindern, dass in der Familie des Bruders Nachfahren entstünden, die seinen Thron gefährden könnten. Mars stiegjedoch zu ihrem Tempel hinab, vergewaltigte sie, und sie empfing von ihm die Zwillinge Romulus und Remus. Sie wurden auf Befehl Amulius im Tiber ausgesetzt und durch eine Schicksalsfügung vor dem Ertrinken gerettet, voneiner Wölfin gesäugt und später vom Aufseher der königlichen Schweinehirten Faustulus aufgezogen, der um ihre Herkunft wußte. Als sie 18 Jahre alt geworden seien, gab es Streit zwischen ihnen und den Hirten des Numitor um das Weideland. Die Zwillinge hatten die Hirten des Numitor gewaltsam vertrieben und ihnen Vieh gestohlen. Diese stellten den beiden daraufhin eine Falle und überfielen nachts deren Herden. Remus wurde gefangengenommen und zu Numitor gebracht. Romulus sammelte Heerscharen um seinen Bruder zu befreien. Um dieses Gemetzel zu verhindern deckte Faustulus die Herkunft der beiden Brüder auf. So entschloss sich Romulus eine größere Streitmacht zu sammeln, um zusammen mit Numitor gegen Amulius vorzugehen. Sie stürmten die Stadt und töteten Amulius.

Zum Dank gestattete Numitor Romulus und Remus, an der Stelle, an der sie ausgesetzt worden waren, eine Stadt zu gründen. Romulus und Remus gerieten jedoch in Streit, als sie mit Hilfe eines Adlerflug-Orakels bestimmen wollten, wer der Bauherr und damit der Namensgeber der Stadt sein würde. Jeder von beiden schaute von einem anderen Hügel aus auf die Adler. Am Ende behaupteten beide, recht zu haben. Remus sah 6 Adler und Romulus 12. Romulus siegte, da er mehr Anhänger hatte. Unverzüglich zog er die heilige Furche, die die Größe der Stadt bestimmte, und begann mit dem Anlegen von Stadtgraben und Mauer. Der unterlegene Remus verspottete ihn und sprang über die noch niedrige Begrenzung in die Anlage hinein. Das war eine schwere Verletzung von Recht und Gesetz, denn eine Stadtmauer galt als heilig. Aufgebracht erschlug Romulus seinen Bruder mit den Worten „So möge es jedem ergehen, der über meine Mauern springt!“ Nach der Ermordung seines Bruders herrschte Romulus über die Stadt. Allerdings wurde Remus mit seinem Schwert an seinem Thron verewigt.

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669 v. Chr.

27. Mai - Ein königlicher Diener hält auf einer Keilschrifttafel erstmals eine in der Region um Babylon beobachtete Sonnenfinsternis fest. Die Sonnenfinstenis war um 4:57 Uhr sichtbar und konnte bis gegen 5:16 Uhr beobachtet werden. Der babylonische Schreiber des Keilschrifttextes vermerkte entsprechende Umstände: „Als die Sonne aufging, hatte sie die Form eines Halbmondes und trug eine (glitzernde) Krone. Der (assyrische) König wird seine Feinde im Land einfangen, auf dass das Böse das Land verlässt und alles (wieder) gut wird. [Von Ras]il, Diener des Königs.“         W    

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585 v.Chr.

28. Mai - Das erste historische Ereignis, das auf den Tag genau datiert werden kann. Eine durch Thales von Milet vorhergesagte Sonnenfinsternis bewirkt nach der Überlieferung einen Waffenstillstand zwischen den Lydern und den Medern in der Schlacht am Halys. Nach Herodot bewegte eine während der Schlacht eintretende Sonnenfinsternis die kämpfenden Parteien zum Frieden. Die genaue Datierung der Schlacht wurde über die Berechnung dieser Sonnenfinsternis möglich. Dies ist das erste historische Ereignis, das auf den Tag genau datiert werden kann. Der Fluss Halys liegt in der heutigen Türkei und heißt Kızılırmak.       W   

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378 v. Chr.

1. April - Älteste Aufzeichnung einer totalen Mondfinsternis. Babylonische Astronomen protokollieren ihre Beobachtungsergebnisse der Mondfinsternis vom 1. April.  Bei dem erwähnten astronomischen Ereignis handelte es sich um eine totale Mondfinsternis, die aufgrund der Angaben im Keilschrifttext genau zu datieren war. Die Mondfinsternis fiel in ein Schaltjahr des babylonischen Kalenders und begann in Babylonien am 6. April 378 v. Chr. gegen 22:00 Uhr (partielle Phase); etwa von 23:00 Uhr bis 00:15 Uhr dauerte die Totalitätsphase. Die partielle Phase der Mondfinsternis endete am 7. April etwa gegen 1:15 Uhr. Der Schreiber des babylonischen Keilschrifttextes vermerkte die genaue Zeitangabe der Mondfinsternis:

„Artaxerxes II. 26. Jahr: 15. Addaru II (1. April nach dem gregorianischen Kalender), beginnend von Süden, 37 UŠ (damals gebräuchliche astronomischen Zeiteinheit 1UŠ entspricht einem „Dreihundertsechzigsteltag, 37 UŠ also etwa 148 Minuten) nach Sonnenuntergang, nach 15 UŠ (etwa 60 Minuten) Beginn der totalen (Mondfinsternis), 45 UŠ (etwa 180 Minuten) Dauer der Finsternisphase, 14 Fingerbreiten vor dem Sternbild Jungfrau.“

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216 v. Chr.

In der Schlacht von Cannae besiegt Hannibal die römische Armee unter Lucius Aemilius Paullus und Gaius Terentius Varro. Die Schlacht fand auf der apulischen Hochebene statt und war eine der bedeutendsten Schlachten im Zweiten Punischen Krieg. Das karthagische Heer unter Hannibal vernichtete dabei die mit 16 Legionen zahlenmäßig überlegenen Römer unter Führung der Konsuln Lucius Aemilius Paullus und Gaius Terentius VarroAufgrund der geschickten Taktik Hannibals und der Größe des Sieges ging die Schlacht in die Weltgeschichte ein. Bis heute wird sie als Paradebeispiel einer Umfassungsschlacht an Militärakademien gelehrt, und die Redewendung „ein Cannae erleiden“ steht für eine vernichtende Niederlage.       W   

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154 v.Chr.

1. Januar - Durch einen politischen Zwischenfall beginnt das Jahr 153 v. Chr. schon am 1. Januar, wie bisher am 1. März. Der alte römische Kalender, auf den unser heutiges System zurückgeht, sah ursprünglich den 1. März als Jahresbeginn vor "März = Martius" deshalb, weil man sich in diesem Monat auf dem Marsfeld in Rom versammelte um die Konsuln zu wählen. Im Jahr 600 der römischen Zeitrechnung, das war beim Jahreswechsel 154 zu 153 vor Christus, brach ein Aufstand spanischer Völker gegen die römische Herrschaft aus, zu dessen Unterdrückung ein Konsul gesandt werden musste. Die neuen Konsuln pflegten jeweils zu Jahresbeginn im März ihr Amt anzutreten. Da aber nun die Kriegslage drängte und der neue Konsul mit seinen Legionen schnell benötigt wurde, verlegte man kurz entschlossen die Übernahme seiner Amtszeit und damit den Beginn des Jahres auf den 1. Januar. Bei dieser Regelung blieb es, und seither beginnt also jeweils das neue Jahr am 1. Januar.

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48 v. Chr.

Der nach Ägypten geflohene römische Feldherr Pompejus, der Widersacher Cäsars im römischen Bürgerkrieg, wird von Höflingen des Kindkönigs Ptolemaios XIII. am 28. September, einen Tag vor dem 58. Geburtstag des Feldherrn, ermordet. Sein abgeschlagener Kopf wurde später Caesar übergeben. Angeblich soll Caesar geweint haben, als er den abgeschlagenen Kopf sah. Er ließ ihn als Zeichen seiner Milde (clementia) bestatten. Fraglich ist jedoch, ob Caesar den Tod seines großen Rivalen wirklich bedauerte oder ob er nur bedauerte, dass er diesen nicht begnadigen konnte, um seine übergroße Milde zu demonstrieren. Ein Freigelassener des Pompeius, Pompeius Lenaeus, warf nach dessen Tod dem Geschichtsschreiber Sallust vor, seinen ehemaligen Herrn als schamlosen Heuchler darzustellen.      W 

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47 v.Chr.

Der römische Diktator Julius Caesar siegt in der Schlacht bei Zela über Pharnakes II., den König von Pontus. Caesar beschreibt seinen Erfolg mit dem berühmten Ausspruch Veni Vidi Vici. Nachdem Pharnakes von den feindlichen Absichten Caesars informiert worden war, positionierte er seine Truppen auf einem Hügel nahe der heutigen Stadt Zile. Er verfügte nur über wenige gut ausgebildete Einheiten, ein Großteil seiner Armee bestand aus Söldnern und zwangsweise verpflichteten Soldaten. Caesar, der über sehr erfahrene, im Bürgerkrieg erprobte Legionäre verfügte, ließ seine Truppen ebenfalls ein Lager auf einem Hügel aufschlagen, um sich, ebenso wie Pharnakes, in einer guter Verteidigungsposition zu befinden. Gegen jede militärische Logik griff Pharnakes die Armee Caesars bergauf an, was im ersten Moment unter den Römern für einige Verwirrung und Verluste sorgte. Die erfahrenen römischen Legionäre konnten den Überraschungsangriff jedoch schnell zurückschlagen und die pontische Armee in die Flucht schlagen. Pharnakes floh mit wenigen Getreuen vom Schlachtfeld, wurde jedoch noch im selben Jahr von dem Usurpator Asandros auf der Krim in einem Hinterhalt ermordet. Nach dem nur fünf Tage währenden Feldzug gegen Pharnakes und der vier Stunden währenden, entscheidenden Schlacht gegen den bosporanischen König formulierte Caesar die Worte "Veni Vidi Vici " - „Ich kam, ich sah, ich siegte“in einem Brief, laut dem griechischen Biographen Plutarch, an seinen Freund Gaius Matius. Zudem wurde nach Sueton bei seinem Triumphzug über Pontus ein Schild mit diesen drei Worten mitgeführt.       W   

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49 v. Chr.

Gaius Julius Cäsar10. Januar - "Iacta alea est" - frei übersetzt "Die Würfel sind gefallen." - Gaius Iulius Caesar erschient mit seiner Armee am Rubikon, dem Grenzfluss zwischen der Provinz Gallia cisalpina und Italien, das kein römischer Feldherr mit seinen Truppen betreten durfte. Zunächst soll Caesar gesagt haben:

„Etiam nunc regredi possumus; quod si ponticulum transierimus, omnia armis agenda erunt.“(„Noch können wir zurück; wenn wir diese kleine Brücke überschreiten, wird alles mit Waffen auszutragen sein.“)

Während er noch unschlüssig dastand, soll ein Hirte herangekommen sein, einem Soldaten die Trompete entrissen, den Fluss überschritten und Alarm geblasen haben. Daraufhin habe Caesar gesagt:

„Eatur quo deorum ostenta et inimicorum iniquitas vocat. Iacta alea est.“ („Dorthin führt der Weg, wohin die Zeichen der Götter und die Schandtaten der Feinde rufen. Geworfen ist der Würfel.“)

Der heute üblichen Bedeutung des Ausspruchs entsprechend soll Caesar damit die Unabänderlichkeit der aus der Überschreitung des Rubikon folgenden Ereignisse heraufbeschworen haben, im Sinne von „Die Entscheidung ist gefallen“, „Es gibt kein Zurück mehr“.         W    

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44 v.Chr

Der römische Feldherr und Diktator Julius Caesar wird bei einem Attentat im Theater des Pompeius in Rom getötet. Unter der Führung von Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus beteiligten sich rund 60 Personen an der Verschwörung, denen er zu selbstherrlich und eigenmächtig regiert hatte. Etwa 20 sind heute namentlich bekannt. Der Senat gewährt den Mördern noch am gleichen Tag Amnestie. Das Attentat markierte das Ende der Römischen Republik und den Beginn des Römischen Kaiserreiches.         W    

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30. v. Chr

Kleopatra12. August - Kleopatra VII. Philopator begeht Selbstmord. Sie herrschte als letzte Königin des ägyptischen Ptolemäerreiches und zugleich als letzter weiblicher Pharao von 51 v.Chr. bis 30 v.Chr. In den ersten vier Jahren regierte sie zunächst gemeinsam mit ihrem Bruder Ptolemaios XIII., der 47 v. Chr. im Alter von 14 Jahren verstarb, später mit anderen männlichen Mitregenten, da unter der Garantie Roms gesetzliche Regelungen eine Doppelbesetzung des Thrones vorsahen. Von den Königinnen gleichen Namens ist Kleopatra VII. die bekannteste. Sie wollte ihr Reich konsolidieren und ausbauen, konnte dieses Ziel aber nicht gegen die Weltmacht Rom durchsetzen. Daher gewann sie die beiden mächtigsten Römer ihrer Zeit, zuerst Gaius Iulius Caesar und nach dessen Ermordung Marcus Antonius, zu Geliebten und konnte mit deren Hilfe für einige Zeit die Machtstellung des Ptolemäerreichs deutlich erhöhen. Antonius’ Niederlage gegen den späteren Kaiser Augustus bedeutete das Ende ihrer Herrschaft. Sie und Antonius verübten Selbstmord und Ägypten wurde zur römischen Provinz Aegyptus.         W    

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19 v.Chr.

9. Juni - Die Aqua Virgo wird als sechstes Aquädukt nach Rom in Betrieb genommen. Die Aqua Virgo ist einer der elf Aquädukte, die die Stadt Rom in der Antike mit Wasser versorgten und der einzige, der bis heute ununterbrochen in Betrieb ist. Die stetig restaurierte Wasserleitung versorgt den Trevi-Brunnen, den Barcaccia-Brunnen auf der Piazza di Spagna, den Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona und die Springbrunnen auf der Piazza Farnese. Der Legende nach, die auch von Sextus Iulius Frontinus in seiner Beschreibung der Wasserversorgung Roms wiedergegeben wurde, sollen Agrippa und seine Soldaten auf der Rückkehr von der Seeschlacht gegen Kleopatra und Marcus Antonius in den Sabiner Bergen geruht haben. Dort baten durstige römische Soldaten ein junges Mädchen, eine Jungfrau, um Wasser. Sie verwies sie auf eine Quelle mit besonders reinem Wasser, jene Quelle, die später die Wasserleitung versorgte. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass die Namensgebung auf der Klarheit und Frische der Aqua Virgo beruht, deren Quellwasser im Gegensatz zu anderen Wasserentnahmestellen entlang der Flüsse als besonders „jungfräulich“ empfunden wurde.         W     Bild: User:Mattes

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1 n.Chr.

Herodes

Die Römer bauen den Aquädukt Aqua Alsienta , um einen 360x540 m großen künstlichen See zu speisen, auf dem zur Volksbelustigung Seeschlachten gemimt werden. Der erste große künstliche Hafen im offenen Meer wird von Herodes beim heutigen Haifa gebaut (Hafenbuhnen aus in Holzform gegossenen riesigen Zementblöcken).

 

2 n.Chr.

In China ist ein Tiefbohrverfahren zur Gewinnung von Salzwasser und Erdgas bekannt; erreichbare Bohrtiefe ist 1460 m.

 

3 n.Chr.

Die Schubkarre wird in China erfunden.

 

4 n.Chr.

In China entstehen erste eiserne Hängebrücken, auf denen Fahrzeuge fahren können.

 

6 n.Chr.

Die "Lex Aerarium Militare" schafft eine Staatsversorgung für Kriegsveteranen, finanziert durch neu eingeführte Erbschaftssteuer (5%) und aus der Privatkasse des Augustus.

 

8 n.Chr.

Der chinesische Gelehrte Liu Xan veröffentlicht ein astronomisches System, das er „dreifache Übereinstimmung“ nennt. In diesem berechnet er die Länge eines Erdenjahres mit 365,25016 Tagen – das sind nur elf Minuten mehr als der heute gültige Wert.

 

9 n.Chr.

OvidDer römische Dichter Ovid veröffentlicht erotische Literatur "Amore", "Ars Amandi" "Buch über die Liebeskunst". Ein Lehrgedicht über die Liebe in drei Büchern. Die ersten beiden Bücher sind an Männer, das dritte an Frauen gerichtet. Liebe wird als Kunstfertigkeit und Technik, die man erlernen kann, dargestellt.

 

Mitte September beginnt die Schlacht im Teutoburger Wald auch Varusschlacht genannt. Publius Quinctilius Varus, der Statthalter von Germania Magna, zieht mit drei Legionen sowie Hilfstruppen der Cherusker unter Arminius zurück in das Winterlager Vetera (bei Xanten) westlich des Rheins. Die Nachricht über einen regionalen Aufstand der Germanen veranlasst Varus, einen Umweg nach Norden zu nehmen; Arminius und die Cherusker trennen sich von den Römern – angeblich um Verbündete zu sammeln. Die römischen Legionen umgehen am ersten Tag nördlich das Wiehengebirge. Germanische Kämpfer überfallen die zurückgebliebenen Garnisonen. Als die Römer ein dichtes Waldgebiet verlassen, werden sie von den verbündeten Cheruskern, Marsern, Chatten, Brukterern, Chauken und anderen unter der Führung von Arminius angegriffen. Durch das unübersichtliche Gelände und ohne ihre übliche Kampfformation fallen am zweiten tag der Schlacht zahlreiche Legionäre den Germanen zum Opfer. Die Legionen drängen in den Wald zurück, werden jedoch von den germanischen Kriegern verfolgt. Um die Germanen abzuschütteln und sicheres Gebiet zu erreichen, marschieren die Römer unter Varus den gesamten dritten Tag und die darauffolgende Nacht hindurch Richtung Westen. Die angeschlagenen römischen Legionen erreichen am vierten Tag ein Gebiet nördlich des Kalkrieser Bergs ,östlich des heutigen Bramsche. Hier haben die Germanen Wälle errichtet, um die Römer aufzuhalten. Eingezwängt zwischen Bergen und Sümpfen können die Römer nicht in ihre Kampfformation gehen. Ein Erstürmungsversuch des Walles scheitert. Die Germanen verfolgen die überlebenden Legionäre auf das offene Feld. Die Legionen XVII Augusta, XVIII Augusta und XIX Augusta mit insgesamt rund 20.000 Mann gehen fast vollständig verloren. Die Legaten Publius Quinctilius Varus und Numonius Vala sowie die meisten Offiziere verlieren ihr Leben. Die Überlebenden unter Präfekt Ceionus kapitulieren. Die so genannte Varusschlacht bedeutet eine der größten Niederlagen des Römischen Reichs.

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11 n.Chr.

In Rom wird die erste öffentliche Bibliothek von Gajus Asinius Pollio gegründet.

13 n.Chr.

Die römische Goldmünze "Aureus" mit einem Gehalt von 8g Feingold wird unter Augustus zum international anerkannten Zahlungsmittel bis zum Jahr 312.

 

14 n.Chr.

Im römischen Senat wird das Testament des Kaisers Augustus eröffnet. Tiberius wird zu seinem Nachfolger bestimmt und erhält zwei Drittel des Erbes, die Kaiserwitwe Livia Drusilla ein Drittel.

18 n.Chr.

Strabon ein antiker griechischer Geschichtsschreiber und Geograph veröffentlicht das vierte Buch der Geographie. In ihm wird erstmals die Siedlung Kambodounon erwähnt, die heute Kempten (Allgäu) heißt. Sie gehört somit zu den ältesten Städten im heutigen Deutschland.

21 n.Chr.

Der Chinese Tu Shih erfindet zur Bearbeitung von Gußeisen den wasserbetriebenen Blasebalg.

22 n.Chr.


In
der Geographica des Strabon wird der Erdumfang hinreichend genau wiedergegeben; Dies führt bei ihm zu der (richtigen) Vermutung, daß es weitere Kontinente in damals unbekannten Teilen der Erde geben müsse.

28 n.Chr.

Nach dem Lukasevangelium beginnt Johannes der Täufer sein öffentliches Wirken: "Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrach von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias."

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32 n.Chr.

Die acht medizinischen Bücher des Celsus erscheinen, darin u.a. Darstellung der Behandlung von Unterleibsbrüchen und plastischen Operationen. Celsus stützte sich bei seinen Erkenntnisse hauptsächlich auf die Ideen des griechischen Arztes Hippokrates. Er war der erste, der zahlreiche medizinische Ausdrücke aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzte. Die noch heute gültigen vier Zeichen der lokalen Entzündung wurden erstmals von Celsus beschrieben: Tumor (Schwellung), Calor (Überwärmung), Rubor (Rötung), Dolor (Schmerz). Galen (130-201 n. Chr.) fügte als fünftes Merkmal die Functio laesa (Funktionseinschränkung) hinzu.

      • Buch 1 gibt eine Geschichte der Medizin,
      • Buch 2 behandelt die allgemeine Pathologie,
      • Buch 3 die einzelnen Krankheiten,
      • Buch 4 diejenigen der Körperteile,
      • Buch 5 und 6 die Pharmakologie,
      • Buch 7 die Chirurgie und
      • Buch 8 die Knochenbehandlung

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Das römische Kochbuch des Apicius erscheint. Das Apicius Kochbuch (De re coquinaria) ist eines der ältesten überlieferten Kochbücher der Welt. Die einzige Fassung, die noch vorhanden ist, stammt aus einer Nachbearbeitung aus dem 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr.. Und es sprechen verschiedene Tatsachen dafür, dass dieses Kochbuch nicht aus einem Guss, sondern immer wieder von verschieden Autoren bearbeitet und ergänzt wurde und sogar verschiedene Quellen vorhanden waren. Es gilt als erwiesen, dass Marcus Gavius Apicius selber Rezepte in schriftlicher Form veröffentlicht hat.

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33 n.Chr.

Jesus von Nazareth wird nach seinem Einzug in Jerusalem von Pontius Pilatus als Unruhestifter angeklagt, von diesem als politisch unschuldig befunden, jedoch nicht freigelassen, sondern einem Gerichtsverfahren des Hohen Priesters überlassen. Zum Kreuzestod verurteilt, stirbt er am 3. April (Sabbath und erster Tag des Passah-Festes fielen auf den gleichen Tag) auf dem Hinrichtungsberg Golgatha vor Jerusalem. Grablegung und Wiederauferstehung Jesu. 50 Tage später Bildung der ersten Christengemeinde durch den Jünger Petrus, der aus heutiger Sicht als erster "Papst" anzusehen ist (vermutlich +64).

 

37 n.Chr.

16. März - Der 24-jährige "Caligula", eigentlich Gaius Julius Caesar Germanicus, besteigt als Nachfolger von Tiberius den römischen Thron. Caligula heißt übersetzt "Stiefelchen". Der Spitzname wurde ihm als kleiner Junge von den Legionen seines Vaters Germanicus gegeben, in deren Lagern er aufwuchs. Er wurde am 31. August 12 n.Chr. in Antium geboren. Zunächst gewann "Caligula" die Gunst der öffentlichen Meinung durch eine Generalamnestie. Er proklamierte ein neues Zeitalter und erklärte alte Konflikte für vergessen. Caligula proklamierte sich zum Gott und füllte die leere Staatskasse auf, indem er die Frauen und Töchter der Senatoren zur öffentlichen Prostitution zwang. Schließlich ging er dazu über, die Senatoren zu liquidieren. Das besiegelte "Caligulas" Schicksal. Am 24. Januar 41 nach Christus wurde er ermordet.

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15. Dezember - Nero Claudius Drusus Germanicus Caesar wird geboren, bis 50 eigentlich Lucius Domitius Ahenobarbus, römischer Kaiser von 54-68. Er wurde 50 n.Chr. von Claudius adoptiert, heiratete 53 dessen Tochter Octavia und bestieg ein Jahr darauf den römischen Thron. Das römische Reich erlebte in den Anfangsjahren seiner Herrschaft großen wirtschaftlichen Aufschwung. Nachdem er 59 seine Mutter Agrippina, die Jüngere, ermorden ließ, errichtete er eine tyrannische Herrschaft. Er veranlasste die Ermordung seiner ersten Ehefrau Octavia, ebenso die seiner zweiten Ehefrau Poppaea Sabina und trieb seinen Lehrer Seneca zum Selbstmord. Als ihm der Brand Roms angelastet wurde, beschuldigte er die Christen und gab den Befehl zu der ersten großen Christenverfolgung. Nach seiner Absetzung durch den Senat 68 beging er Selbstmord.

 

Auf Betreiben der Herodias, Frau des Herodes Antipas, wird Johannes der Täufer durch Enthauptung ermordet.

42 n.Chr.

Im römischen Reich werden Wasserräder für Mühlen, Schöpf- und Sägewerke eingesetzt.

47 n.Chr.

Eine Volkszählung des Claudius ergibt 6 Mio römische Bürger.nach Oben

50 n.Chr.

Das spätere Köln wird als "Stadt der Ubier" gegründet (später Colonia Agrippinensis genannt).

51 n.Chr.

In Rom wird mit Metallschreibfedern (wie später z.B. in Köln aufgefunden) geschrieben.

52 n.Chr.

1. August - In Rom werden die, 38 n. Chr. unter Kaiser Caligula begonnenen Leitungen zur Wasserversorgung Roms, Aqua Claudia und Anio Novus, von Kaiser Claudius fertiggestellt und eingeweiht. Die Kanallänge betrug circa 69 Kilometer. Der Kanal verlief meist unterirdisch. Je nach Jahreszeit führte er bis zu 191.190 Kubikmeter pro Tag. Nach dem „Filterbehälter“, nahe dem 7. Meilenstein der Via Latina, wurde die Aqua Claudia auf den letzten 13 Kilometern mit oberirdischen Bogenkonstruktionen in Richtung der Stadt geführt. Ihre Baukosten beliefen sich auf 350.000.000 Sesterzen.

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Die Seife wird von den Römern aus Gallien eingeführt. Der römische Techniker Frontinus schreibt ein Fachbuch über den Bau von Wasserleitungen.

53 n.Chr.

Die Brechung der Lichtstrahlen in der Erdatmosphäre wird vom griechischen Astronomen Cleomedes beschrieben.

54 n.Chr.

Nach dem Tod seines Adoptivvaters Claudius wird Nero neuer Kaiser von Rom. Nachdem seine Herrschaft anfangs noch vom Volk gerühmt wurde, entwickelte er nach einigen Jahren tyrannische Züge. Er ließ alle potentiellen politischen Konkurrenten sowie Familienmitglieder, darunter seine Mutter Agrippina, mehrere Ehefrauen und seinen Stiefbruder Britannicus ermorden, und duldete nur noch kritiklose Bewunderer um sich. Als im Jahr 64 ein Feuer große Teile Roms völlig verwüstete, fiel der Verdacht sofort auf Nero, den man inzwischen für wahnsinnig hielt. Ob der Imperator, der die Zerstörung zur baulichen Neugestaltung der Stadt nach seinen Plänen nutzte, tatsächlich der Brandstifter war, ist bis heute nicht endgültig geklärt.nach Oben       W   

 

56 n.Chr.

In Pompeji gibt es Heißwasserbereiter mit Röhrenrost und Befeuerung.

Der Radpflug zur landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung kommt in Rom auf

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60 n.Chr.

Der griechische Mathematiker Heron baut ein dampfgetriebenes Spielzeug, kann seine Erfindung jedoch nicht praktisch umsetzen.

In der Dioptra (‚Buch der Optik‘) beschreibt er Geräte zur Feldvermessung. Die Dioptra selbst ist ein Instrument, das die Funktion des heutigen Theodoliten erfüllte. Für größere Strecken auf Straßen benutzt er wie schon Archimedes ein Hodometer. Für Distanzen über Meere hinweg empfiehlt er astronomische Verfahren wie die schon zuvor erwähnte Beobachtung von Mondfinsternissen.

In seinem Werk Automata (‚Buch der Maschinen‘) erklärt er die Anfertigung und Benutzung seiner erstaunlichen Kreationen. Als Automat Nr. 73 etwa sind Tempeltüren beschrieben, die sich automatisch öffnen sollten, wenn auf einem Altar ein Feuer entzündet wurde. Neben Musikmaschinen entwickelte er sogar automatische Theater mit für die damalige Zeit sensationellen Spezialeffekten.

Zu seinen Erfindungen zählt auch z. B. die in seinem Werk Pneumatika (‚Buch der Pneumatik und Hydraulik‘) beschriebene Konstruktion eines Weihwasserautomaten. Dabei lag eine Holzscheibe auf der Wasseroberfläche des Weihwassers. Sobald eine Münze eingeworfen wurde, drückte deren Gewicht das geweihte Nass durch ein Metallrohr nach oben, das vom Gläubigen in Empfang genommen werden konnte. Dieses entspricht dem Prinzip des nach ihm benannten Aeolipile.

Mit der Aeolipile (Heronsball), einer mit Feuer betriebenen, wasserdampfgefüllten, in einer Halterung drehbaren Hohlkugel mit tangentialem Dampfauslass, liefert Heron die erste bekannte und dokumentierte Wärmekraftmaschine der Geschichte, auch wenn sie nicht als solche verstanden und genutzt wird, sondern anscheinend nur Kuriosum ist. Erst rund anderthalb Jahrtausende später trat in Frankreich und England die Dampfmaschine ans Licht.

Herons Forschergeist widmete sich in Belopoeika (‚Buch der Projektile‘) auch der Entwicklung von Waffentechnik. Der Entwurf eines Katapultes für mehrere Pfeile in Cheirobalistra kann als Vorläufer des Maschinengewehrs betrachtet werden. Jedoch ist die Zuschreibung dieses Werkes zu Heron nicht gesichert

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64 n.Chr.

18. Juli - Durch einen 9 Tage anhaltenden Brand wurde Rom zu 2/3 verwüstet. Obwohl Kaiser Nero, nach neuesten historischen Erkenntnissen wahrscheinlich zur Brandzeit nicht in Rom war, wurde er vom Volk als möglicher Brandstifter betrachtet, das er sich so die Möglichkeit schaffen konnte, die Stadt nach seinen Plänen wiederaufzubauen. Nero beschuldigte stattdessen die Christen, die auf Grund ihrer religiösen Bräuche bei den Massen unbeliebt waren. Damit leitete er die ersten Grundzüge der Christenverfolgung ein. Zudem begann der römische Kaiser kurz nach dem Brand mit dem Wiederaufbau der Stadt und ließ dabei unter anderem die riesige Palastanlage "Domus Aurea" erstellen.

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Neuer Oberhirte der Christengemeinde (Papst) wird Linus (vermutlich +79). Nero lenkt einen (bis heute unbewiesenen) Verdacht der Brandstiftung auf die Christen, die nunmehr gnadenlos verfolgt werden.

 

Seneca schreibt die Tragödie "Ödipus".

 

Der erste (aus heutiger Sicht: "Papst") Oberhirte der jungen Christengemeinde Petrus stirbt.

 

65 n.Chr.

Um der Überbevölkerung insbesondere in den Armenvierteln Roms zu begegnen, entstehen mehrstöckige Mietwohnungen.

Der Neubau des "Goldpalastes" verschlingt Unsummen und führt in Rom zu Inflation. Erpressungen und Beschlagnahmungen von Vermögen dienen der Aufbesserung der leeren Staatskassen Neros.

Christenverfolgung in Rom nimmt schreckliche Formen an; in Pechhüllen gewickelte Opfer dienen bei Zirkusfesten als "lebende Fackeln". nach Oben

66 n.Chr.

Die Apostel Petrus und Paulus betrauen den (Heiligen) Linus (+78?) mit dem Bischofsamt Roms; er gilt daher als erster geschichtlicher Papst.

In Mainz (Mongontiacum) wird ein Nero-Denkmal errichtet

68 n. Chr.

9. Juni - Nach einem Aufstand im Westen des Reiches begeht der römische Kaiser Nero vor den Toren Roms Selbstmord. Während seiner letzten Amtsjahre war Nero aufgrund seiner despotischen Herrschaft bei Volk und Senat in Ungnade gefallen. Er liess im Jahr 59 seine Mutter Agrippina ermorden, 62 schickte er seine kinderlose Frau Octavia in die Verbannung und liess sie ebenfalls töten. 64 kam es zum Brand Roms, drei der vierzehn Stadtteile wurden völlig vernichtet. Nero lenkte den Verdacht der Brandstiftung auf die Christen, seine eigene Beteiligung ist historisch nicht erwiesen. Die Wiederaufbaumassnahmen der zerstörten Stadtteile nutzte er zur Errichtung einer gigantischen Palastanlage (Domus Aurea), die von seinen Nachfolgern zerstört und zugeschüttet wurde.         W    

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78 n.Chr.

 

In der Nähe des Kolosseums werden die für jedermann freigegebenen Thermen des Titus (öffentliche palastähnliche Bäder) errichtet

79 n.Chr.

Am 24.8. bricht, zum erstenmal dokumentiert, der Vesuv aus. Die römischen Badeorte Pompeji und Herculaneum werden in einem Regen heißer Asche, Bimsstein und Lava zerstört, 2000 der 20000 Einwohner Pompejis sterben, unter ihnen der Naturforscher Plinius (d Ä).Die im 19.Jhdt. und 20.Jhdt. wieder ausgegrabene Stadt bringt eine Fülle von Erkenntnissen über das Alltagsleben der Römer in dieser Zeit, seine Straßen und Be- und Entwässerungssysteme.

84 n.Chr.

Der Limes ist als Grenzwall mit Kastellen, Palisaden und Gräben angelegt. Sein Hauptteil wird unter Trajan um ca 100 angelegt werden. In seiner größten Ausdehnung wird er 584 km lang sein, etwa 1000 Wachtürme, über 100 Kastelle und ein funktionierendes Signalwesen verfügen. nach Oben

88 n.Chr.

Es entsteht ein Kanal zwischen dem Nil und dem Roten Meer.

91 n.Chr.

In China sind fächerbetriebene Gebläse zur Trennung von Spreu und Getreide in Gebrauch.

96 n.Chr.

18. September - Der römische Kaiser Titus Flavius Domitian, Bauherr des Limes, wird von einem Hofbeamten erdolcht. Sein Nachfolger wird Nerva, der die Linie der Adoptivkaiser begründet. Domitian war römischer Kaiser von 81 bis 96. Als Nachfolger seines Vaters Vespasian und seines Bruders Titus war er der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier. Domitian erwies sich als fähiger Regierungschef. Er bekämpfte energisch die Korruption, steigerte die Effizienz der Verwaltung und brachte die Staatsfinanzen in Ordnung. Unter den zahlreichen von Domitian verwirklichten Bauvorhaben sind besonders das monumentale Stadion auf dem Marsfeld, der Titusbogen, das Forum Transitorium und sein überlebensgroßes Reiterstandbild auf dem Forum Romanum zu erwähnen.

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98 n.Chr.

27. Januar - Marcus Ulpius Traianus wurde zum römischen Kaiser ausgerufen. Sein Vorgänger Kaiser Nerva hatte im Jahr 97 den Statthalter Obergermaniens adoptiert und zu seinem Nachfolger bestimmt. Trajan war damit der erste römische Kaiser mit provinzialrömischer Herkunft. In seine Regierungszeit fiel der erfolgreiche Krieg gegen die Draker und deren Unterwerfung 106 und der Krieg gegen die Parther von 114 bis 117. Unter seiner Herrschaft erreichte das Römische Reich seine größte Ausdehnung. Schon auf dem Sterbebett adoptierte Kaiser Trajan Publius Aelius Hadrianus, den späteren König Hadrian. Trajan verdankt Rom auch einige seiner großen Bauten, so z.B. das Forum Traiani, die Basilica Ulpia und einen Triumpfbogen.         W    

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99 n.Chr.

Aufschwung von Handel und Verkehr unter Trajan durch umfangreichen Ausbau des Verkehrswegenetzes und des Poststationensystems.